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Die Insel Phu Quoc dürfte den wenigsten bekannt sein. Sie gehört aber zu Vietnams beliebtesten Reisezielen wenn es um ein Badeurlaub geht. Auf einer Fläche von gerade einmal 560 km² leben nur 100.000 Einwohner . Diese wohnen dazu noch meist in der Hauptstadt Duong Dong. Die vom Festland 50 km entfernte Insel ist erst in einer touristischen Entwicklungsphase, wodurch man sie momentan noch in authentischen erleben kann. Meine Frau und ich waren nach unserer Vietnam Rundreise ganze 5 Tage auf der Insel und haben alles erkundet, was die Insel zu bieten hatte. In folgenden Reisebericht versuche ich euch die besten Sehenswürdigkeiten der Insel einmal näher zu bringen.

Die Anreise auf die Insel

Um auf die Insel zu gelangen gibt es 2 Wege. Der einfachste und günstigste Weg ist per Superdong Ferry. Hier bezahlt man von Rach Gia etwa 10 € pro Person für die Überfahrt. Das ganze dauerte bei uns 2,5 Stunden und war super entspannt. Hier solltet Ihr aber min. 1 Tag im voraus die Tickets kaufen. In unseren Fall sind ein Paar spontane Backacker leer ausgegangen und mussten auf den nächsten Tag für Tickets warten. Wer nicht zufällig in der Nähe von  Rach Gia ist und eher von Hanoi oder Saigon kommt, sollte den Weg per Flugzeug wählen. Die Tickets liegen bei etwa 50 € pro Person.

Was gibt es tun auf Phu Quoc?

Für die meisten dient Phu Qouc nur als reine Bade-Destination. Diesen Zweck erfüllt die Insel mit ihren traumhaften Stränden mehr als deutlich. Allerdings bietet die Insel aus unserer Sicht mehr als Traumstrände. Es gibt viele kleine Dörfer und ruhige Ecken, wo kein Tourist hinkommt, die unbedingt gesehen werden müssen. Um dies zu erkunden hatten wir uns für die 5 Tage ein Moped in Duong Dong gemietet und haben uns auf die Piste begeben.

Mit dem Roller um die Insel

Der Roller hat uns für die 5 Tage 700.000 Dong (35 €) gekostet und war in einem sehr guten Zustand. Auf dem Weg um die Insel stand schnell fest, dass gute Straßen eher eine Mangelware sind. Die meiste Zeit sind wir auf Sandpisten unterwegs gewesen. Das ganze hatte sein eigener Charme und machte wirklich Spaß. Im Norden gibt es so gut wie keine Tankstellen, wodurch man beim Start auf einen vollen Tank achten sollte. Unterwegs hatten wir keine Touristen gesehen, was wir eher schade fanden. Die meisten verkriechten sich in Ihren Hotels, wovon zu dem Zeitpunkt mehr als reichlich gebaut wurden. Auf dem Weg  wurden wir von einheimischen Fischern auf eine Cola am Strand eingeladen und wir diskutierten über Gott und die Welt. Aber nicht nur Land und Leute lernt man dabei kennen, sondern auch die verschiedenen Strände der Insel. Wo die meisten nur den Hotelstrand zu sehen bekommen, hatten wir die Möglichkeit alle Strände der Insel einmal durchzutesten.

Die Strände der Insel

Der bekannteste Strand auf Phu Quoc ist der Bai Truong Beach. Er ist der größte Strand der Insel und beherbergt die meisten Hotels die direkt an der Hauptstadt Duong Dong liegen. Es gibt einige Wassersport Angebote und es warten alle 500 Meter verschiedene Stände die Tagestouren innerhalb der Insel anbieten. Hiervon würde ich aber abraten, die meisten Touren sind deutlich überteuert und bieten wenig Inhalt. Baden kann man hier gut. Das Wasser ist klar und der Sand ist fein. Durch die Menge an Hotels wirkt alles aber etwas charmlos.

Bei unser Roller-Tour haben wir relativ zeitig den Sao Beach angesteuert. Er wird von dem meisten Reiseführern als bester Strand der Insel geführt. Am Strand angekommen wurde uns gleich bewusst, dass wir nicht die Einzigsten waren, die dies gelesen haben. Alles ist auf Touristen ausgelegt, die hier mehr als vorhanden waren.  Einige Bars mit Strandliegen und Wassersport-Angeboten. Ein schöner Strand keine Frage. Aber wohl haben wir uns hier nicht wirklich gefühlt. Es ging dann weiter zum nächsten Strand, der nicht weit entfernt lag.

Der Bai Khem Beach ist hier unser absoluter Geheimtipp. Von Touristen komischerweise unauffindbar, wodurch wir hier komplett alleine waren. Ein traumhafter Strand direkt im Fischerdorf. Am Strand gibt es kleine Fisch-Restaurants wo man für gerade einmal 30.000 Dong (1,50 €) einen frisch gegrillten Fisch bekommt. Man isst zwischen Einheimischen und fühlt sich direkt wohl. Es gibt einige Fischer, die Ihrer Arbeit am Strand nachgehen. Wer etwas weiter am Strand entlang geht, bekommt einen traumhaften Badestrand geboten, wo man bei flachem Wasser und feinem Sandstrand entspannen kann.

Der Vung Bau Beach bietet sich bei der Moped-Tour zu einer Mittagspause an. Hier befindet sich eine kleine Backpacker-Bungalow-Anlage, wo man sehr gut am Strand verweilen kann. Der Strand selber eignet sich nur bedingt, durch die großen Felsen im Wasser, zum baden. Dafür bietet er aber ein tolles Fotopanorama und gibt einem eine tolle Erholungsphase bei einem kühlen Getränk und vietnamesisch typischen Essen. Die Küche hatten wir getestet und können diese nur empfehlen.

Aktivitäten in der Hauptstadt Duong Dong

Die Hauptstadt ist die zentrale Anlaufstelle für alle, die etwas Trubel um sich brauchen. Am Morgen gibt es bis 11 Uhr einen Fischmarkt, wo man frisch gefangenes erwerben kann. Später geht es mit einem Gemüsemarkt weiter. An der Spitze des Piers befindet sich auf einem Felsen der buddhistische Dinh Cau Tempel mit einem kleine Leuchtturm. Er bildet ein tolles Fotomotiv und kann besichtigt werden. Danach ging es bei uns auf der Nguyen Trung Truc Straße weiter über eine kleine Brücke, von hier aus kann man bestens den wilden Hafen am Fluss beobachten. Er bietet für viel zu viel Fischerboote zu wenig Platz und zeigt die beeindruckende Platzorganisation der Vietnamesen.

Ein klarer Geheimtipp zum Abend hin ist der  Dinh Cau Nachtmarkt. Er bietet jeden Abend ab 17 Uhr köstliche frische Fischspezialitäten vom Grill an. Gegenüber den Restaurants der Hotels, die um jeden Gast kämpfen, bekommt man hier ab gerade einmal 50.000 Dong (2 €) frischen Fisch bei einem einmaligen Flair. Hier essen zum Abend viele Einheimische und es macht einfach nur Spaß, dem Trubel beim Essen zuzuschauen. Wer am Abend auf dem Nachtmarkt entlang bummelt, sollte sich unbedingt einmal die Fischsauce an den Ständen anschauen. Sie wird in vielen Gerichten verwendet und eignet sich als perfektes Souvenir für daheim, was nicht nur im Regal stehen bleibt.

Mit welchen Kosten muss man auf der Insel rechnen?

Insgesamt ist die Insel etwa 10 % teurer als das Festland. Da Vietnam generell eher günstig bei den Grundkosten ist, kommt man auf der Insel auch mit wenig Geld aus, wenn man nicht von allem das Beste haben muss. Grobe Umrechnung der einheimischen Währung ist 1 € = 20.000 Dong. Auf folgende Preise müsst ihr euch einstellen:

  • Backpacker-Unterkunft: ab 300.000 Dong am Tag
  • Standard 3-Sterne Hotel: ab 600.000 Dong am Tag
  • Essen im Restaurant bzw. Hotel: ab 80.000 Dong
  • Streetfood: ab 30.000 Dong
  • Bier (groß) in der Bar: 20.000 Dong
  • Motorroller Miete: ab 150.000 Dong am Tag
  • Massage am Strand (15 min): ab 80.000 Dong

Wie sieht die Zukunft von Phu Quoc aus?

Klar kann ich in keine Glaskugel schauen, aber Vietnam wie auch Phu Quoc liegt generell noch weit hinter seinen eigenen Erwartungen zurück. Unser Fahrer, der uns vom Pier abgeholt hatte, konnte es nicht verstehen, warum die Insel so wenig Touristen gegenüber Thailand hat. Es werden aktuell viele Hotels mit hohem Standard gebaut. Wir selber fanden es mehr als entspannt, auf so wenig Touristen zu treffen. Man hatte das Gefühl, die Insel gehöre einem selber. Wie viel und was für ein Tourismus sich auf der Insel entwickelt wird, wird die Zukunft zeigen. Ein Besuch außerhalb der Hotelmauern wird sie aber immer Wert sein und können wir jedem ans Herz legen.

 

Weitere Reiseberichte und Reisetipps von Rico Hansmann:

www.picture-trip.de

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