Der Schweizer Reiseblogger Oliver Zwahlen (weltreiseforum.com) besucht seit Jahren regelmäßig Indien. Der Nordosten des Landes gehört zu seinen liebsten Regionen. Heute verrät er uns seine ganz persönlichen Highlights. Vorhang auf:

„Wohl kein zweites Land der Welt ist so vielseitig wie Indien. Damit meine ich gar nicht so sehr die Geographie, die schlicht alles bietet: Wüsten, Badestrände, hochalpine Bergwelten – in der Nähe der pakistanischen Grenze gibt es sogar eine Salzwüste! Nein, ich meine vor allem das gewaltige kulturelle Spektrum mit den vielen Minderheiten, die im ganzen Land verteilt leben.“

Gerade vor ein paar Monaten war ich wieder in Indien und habe dabei meine ganz persönliche Lieblingsecke entdeckt: Den Nordosten mit seinen ganz unterschiedlichen Ethnien. Die Region ist deswegen so interessant, will sich ein großer Teil davon, insbesondere die sieben Schwesterstaaten östlich von Bangladesch, erst langsam für den internationalen Tourismus öffnet.

Wer sich gerne wie ein Entdecker fühlt, kommt deswegen im Nordosten von Indien ganz auf seine Kosten. Während meiner drei Wochen habe ich gerade einmal zwei andere westliche Touristen getroffen. Aber auch die bekannteren Gegenden sind alles andere als überlaufen. In diesem Artikel möchte ich Ihnen fünf Orte vorstellen, deren Besuch Sie bei einer ersten Reise durch Nordostindien erwägen sollten.

Tipp 1: Sikkim

Wenn Sie nur Zeit für ein einziges Ziel in Nordostindien haben, dann sollten Sie Sikkim wählen. Zunächst einmal aus rein praktischen Gründen: Der indische Bundesstaat, der zwischen Nepal und Bhutan liegt, ist vergleichsweise gut zu erreichen und auf Grund seiner geringen Ausdehnung lassen sich die meisten Sehenswürdigkeiten gut miteinander verbinden.

Nebel in Sikkim
Nebel im Morgengrauen

Sikkim gehört aber auch deswegen auf die Liste, weil es schwer ist, sich nicht vom buddhistisch geprägten Alltagsleben der Menschen faszinieren zu lassen. Besuchen Sie einladende Klöster vor atemberaubender Bergkulisse oder unternehmen Sie eindrückliche Wanderungen durch die unberührte Natur. Besonders beliebt ist übrigens der Trek an den Fuß des Kanchendzonga, den dritthöchsten Berg der Welt.

Tipp 2: Cherrapunji

Sie haben noch nie von Cherrapunji gehört? Lassen Sie mich raten: Sie sind kein Meteorologe? Das kleine Städtchen im Süden von Meghalaya trägt nämlich den Titel „Regen-Weltmeister“. Bis zu 21.000 Millimeter Niederschlag sind schon gemessen worden. Das ist etwa 40 Mal mehr als der Durchschnitt in Deutschland.

Fluss in Cherrapunji
Bei Regen verwandeln sich die Flüsse von Cherrapunji in reißende Ströme

Ich weiß, das klingt jetzt nicht gerade nach einem Urlaubsparadies. Aber der viele Regen hat auch sein Gutes: Um über die teilweise reißenden Flüsse zu gelangen, hat die dort lebende Minderheit der Khasi eine einzigartige Weise entwickelt, um Brücken zu bauen.

Brücke in Cherrapunji
Lebendige Brücke aus Wurzeln von Gummibäumen

Dies geschieht, indem die Einwohner die Wurzeln von Gummibäumen miteinander verweben und dann warten, bis das Konstrukt stark genug ist, um einen Menschen zu tragen. Wenn Sie sich schon immer wie in einem Fantasy-Film fühlen wollten, dürfen Sie diese lebendigen Brücken nicht verpassen.

Tipp 3: Darjeeling

Man muss kein ausgesprochener Tee-Liebhaber sein, um die ehemalige britische Hillstation mit dem klassischen Aufgussgetränk zu verbinden. Denn kaum eine Tee-Region ist bekannter als die nebelverhangenen Hügel rund um Darjeeling.

Schmucke Kolonialgebäude finden sich überall in Darjeeling

Es ist zwar überraschend schwer, in dem hübschen Städtchen Cafés zu finden, in denen der lokale Tee serviert wird. Dafür können Sie sich aber die Plantagen und Tee-Fabriken in der Gegend anschauen und mit etwas Wetterglück sogar den phantastischen Ausblick auf die höchsten Berge der Welt einschließlich Mount Everest und K2 genießen.

Dampfeisenbahn in Darjeeling
Abenteuer Dampfeisenbahn

Übrigens, falls Sie ein Eisenbahnliebhaber sind, dürfte Sie die Schmalspurbahn begeistern, die vom etwa 2100 Meter hoch gelegenen Darjeeling ganz gemächlich ins Tal tuckert – ein tolles Erlebnis. Und mit etwas Glück fährt sogar eine Dampfeisenbahn.

Tipp 4: Die Sunderbans

Die Sunderbans sind noch immer ein echter Geheimtipp. In der schwer zugänglichen Grenzregion von Indien und Bangladesch befinden sich die größten Mangrovenwälder der Welt. Die vom Ganges- und Brahmaputra-Delta geprägten Landschaften lassen sich am besten gemächlich vom Boot aus erkunden.

Der wahre Grund, wieso die Sunderbans auf die Liste gehören, sind die Bengalischen Tiger, die hier leben. Nirgendwo sonst in Indien streifen so viele Exemplare durch die Wälder. Wenngleich eine Sichtung selten ist, verspricht die Suche nach Spuren sehr viel Spannung in einer wundervollen Landschaft.

Tipp 5: Kalkutta

Viele sehen Kalkutta als notwendiges Übel auf dem Weg in den Nordosten von Indien. Doch damit tun sie der Metropole unrecht. Denn in der Hauptstadt von Westbengalen gibt es jede Menge zu sehen und zu entdecken.

Victoria Memorial in Kalkutta
Wahrzeichen Kalkuttas: Victoria Memorial

Das beschränkt sich nicht auf das berühmte Victoria Memorial oder die zahlreichen Museen. Kalkutta ist in erster Linie ein Paradies für Freunde des Gaumenschmauses. Erste Adresse sollte dabei die Park Street sein, wo sich Gourmet-Tempel und aufregendes Nachtleben treffen. Wagemutigere können sich auch im nahegelegenen Maidan-Park am köstlichen Streetfood versuchen.“

Fazit

Indien ist nicht für jeden das Richtige. Das Land löst bei fast allen Besuchern ein Feuerwerk der Gefühle aus. Es braucht eine Offenheit und Flexibilität, um mit den viel Eindrücken klar zu kommen. Doch gerade der Nordosten macht es dem Besucher besonders leicht, der Faszination Indien zu erliegen.

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