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Manihiki ist einer der entlegensten Orte auf unserem blauen Planeten. Die Erde besteht aus mehr als zwei Drittel Wasser. In Manihiki sind es fast vier Fünftel Wasser. Die Menschen leben hier im Einklang mit ihrer circa 10 km/2 Lagune. Alles geschieht mit, um und wegen ihr. Die Lagune ist das Herz Manihiki’s und ein kleines Stück Paradise auf unserer Erde. Und unsere kleine Familie war glücklich genug, diese wunderschöne Insel Besuchen zu dürfen. Wir, dass sind Papa Tim, 36 Deutscher, Maman Lucile 31 Französin und unsere beiden Kinder Yann Tamatoa 2,5 Jahre und Charlie Moana 5 Monate jung. Manihiki ist eine der insgesamt 15 Cook Insel mitten im Sudpazifik. 11 Flugstunden von Los Angeles und 4 Flugstunden von Auckland entfernt. Die Hauptinsel Rarotoga ist 1000km südlich. Zu Bekanntheit hat es Manihiki durch seine schwarzen Zuchtperlen gebracht, bevor die Industrie Anfang des Jahrtausends aufgrund eines Schädlings zusammen brach. Die Perlen werden heute in kleiner Stückzahl produziert, sind wunderschon und man kann sie heute noch auf Rarotonga kaufen. Wenn man mal ganz weit weg moechte, ist man auf Manihiki ganz schon nah dran, an der Ferne!

Flug mit Air Rarotonga

Air Rarotonga bietet einen Flug nach Manihiki alle zwei Wochen an. Der Flug kostet NZ$1595.00 one way und insgesamt haben sieben Passagiere Platz in der kleinen Propellermaschine Typ Embraer Bandeirante. Mit einem kurzen Tankstopp auf Aitutaki geht es in insgesamt drei ein halb Stunden nach Manihiki. Beim Landeanflug ist der Blick aus dem Flugzeugfenster schlicht atemberaubend. Die blaue Lagune ist über sechzig Meter tief und hat eine Vielzahl kleiner Korallenformationen, die bis an die Wasseroberflachhe reichen und Kaoa heißen. Einige Perlen Produzenten haben hier auf diesen Kaoas ihre Werksatten errichtet. Es sieht unheimlich schön und tief blau aus!

Unterkunft mit Frühstück und Abendessen

Auf Manihiki gibt es zwei Dörfer Tauhunu ist das größere von beiden und hat knapp 90 Einwohner. Tukao hat ungefähr 70. In beiden Dörfern gibt es verschieden Unterkünfte. Tauhunu hat die Lagune Bungalows und ein Homestead. Auf Tukao, unserer kleinen Insel, gibt es das Gasthaus von Sam. Sam und seine Familie sind in zweiter Generation hier als Perlen Produzenten aktiv und haben auch ein Gasthaus mit Balkon und Blick auf die Lagune. Sie bieten Frühstück, Mittagessen und Abendessen an und alles ist im Preis inbegriffen. Dass ist auch nötig, da es auf Manihiki weder einen Supermarkt noch ein Restaurant oder ähnliches gibt. Kleiner Tipp, es gibt zwei Tante Emma Läden, die das Nötigste verkaufen: Zucker, Mehl, Eiscreme, Säfte, Konserven und eine Flasche Wein gibt es auch. In einem der beiden Läden, bietet die Besitzerin Mehau alle zwei Wochen jeweils Mittwochs und Freitags ein Abendessen an. Fangfrischer Fisch für NZ$15.00. Ihr Mann Mokoa fängt den Fisch in der Lagune und abends kommt er, auf der heimischen Veranda, die zum Restaurant umfunktioniert wurde, auf den Tisch. Super lecker!

Lagunen Ausfahrt mit Kapt‘n Luka

Womit wir endlich beim Punkt angekommen sind, unserem Abenteuer auf der Lagune Manihiki’s. Luka lebt hier auf Manihiki mit seiner Frau Ka und seiner Enkelin Cécilia. Seine Kinder sind auf der Hauptinsel Rarotonga über 1000km südlich von hier. Luka bietet Lagunen Ausfahrten an, die hier Picknick genannt werden. Auf seinem Boot hat er alle Annehmlichkeiten, die man braucht, um ein kleines Lager auf einer einsamen Insel aufzuschlagen. Manihiki hat je nach Wasserstand 40 bis 50 kleine Inseln die die Einheimischen Motus nennen. Diese Motus säumen die Lagune und bieten, mit ihren vorgelagerten Riffen den Schutz vor dem Pazifik. Wir fahren also los, von Tukao im Norden die 10km südlich nach Atimoana, um Picknick zu machen. Mit dabei sind seine Frau Ka, seine Enkelin Cécilia, unsere Freundin Courtney, und unsere Familie.

Auf halbem Weg scherzt Luka:“ Wir müssen noch kurz am Supermarkt anhalten und ein paar Getränke holen.“ Er grinst über beide Ohren, sehr zufrieden mit seinem Scherz. Dann manövriert er unser kleines Boot direkt untere eine Kokosnusspalme, holt einen langen Bambusstab hervor und beginnt in aller Seelen Ruhe die Kokusnüsse von der Palme zu ernten. Hier heißen sie Nimata und sind junge Trinkkokusnüsse. Deren Wasser ist süß und voller Nährstoffe. Der absolute besten und gesündeste Durstlöscher im Südpazifik!

Als wir an unserem Ziel ankommen, können wir unseren Augen kaum trauen: schneeweißer Sand, seichtes Wasser, dursichtig als sei es Trinkwasser, schatten spendende Palmen, eine kleine Feuerstelle und eine leichte Brise, die die 30 Grad angenehm erträglich macht. Wir sind im Paradies angekommen, aber es sollte noch besser kommen!

Speerfischen

Ka und Cécilia machten sich direkt an die Arbeit und brachten das Lager auf Vordermann, Feuerholz wurde geholt, ein Tisch gedeckt und die Kokosnüsse geschält. Luka nahm mich und Courtney beiseite und gab jedem von uns einen Speer. Auf geht’s, nicht weit von hier gibt es eine Kaoa , eine Korallenformation mit vielen Fischen. Da fangen wir jetzt das Mittagessen! Wir Drei machen uns also auf den Weg. Zum Glück ist Luka ein richtig guter Fischer und fängt jede Menge bunte Rifffische auch unseren Lieblingsfisch, den hisigen Papageienfisch! Courtney und ich genießen die Bunten Korallen, staunen über Lukas Jagd Künste und haben selber auch Glück und schießen jeder einen kleinen Fisch. Voller Stolz kommen wir mit unserm Fang zurück ins Lager.

Fisch Zubereitung und die Haie kommen

Die Fische werden in direkter Nähe zum Strand im seichten Wasser ausgenommen und was ist das?!? Kleine Schwarzspitzen – Riffhaie kommen wie kleine Torpedos auf uns zu geschwommen und wollen ihren Anteil an der Beute haben. Im ersten Moment springen wir voller Schrecken aus dem Wasser, zum großen Vergnügen unserer Gastgeber. Nach großem Gelächter sehen auch wir ein, dass uns ein zwanzig Zentimeter großer Hai wohl keinen Schaden zufügen kann und gehen zurück ins Wasser.

Die frischen Fische werden dann auf dem offenen Feuer gegrillt und mit frischer Kokusnuss Milch serviert. Vor dem Essen wird gebetet und das ist ein Punkt, den man als Reisender in der Cook Inseln beachten sollte, zumindest auf den Nachbarinseln. Die Insulaner sind sehr Christlich und beten vor jeder Mahlzeit. Außerdem schwimmen sie ausschließlich in ihrer Kleidung. Bikinis oder Badehosen sieht man selten, also macht man es halt auch so wie die Einheimischen, um sich dieses kulturelle Fettnäpfchen zu ersparen.

Das Mittagessen ist absolut himmlisch! Super lecker und frisch! Nach dem Essen gehen wir alle auf die Ozeanseite der Insel und setzen uns zum Entspannen in einen der vielen natürlichen Wellenpools, die sich hier über die Jahre gebildet haben. Wir können unser Glück nicht fassen und lachen in die Sonne!

Am Ende eines wunderschönen Nachmittags geht es über die Lagune zurück nach Tukao. Unser Dank gilt Luka und seiner Familie für diesen ganz besonderen Tag! Wenn wir es irgendwie einrichten können, kommen wir eines Tages zurück und erleben diesen Tag von Neuem.

Weitere Reiseberichte und Reisetipps von Familie Meyer hier:

azurecoconut.blogspot.com

2 Comments

Antworten
Harry Kurtze

Da hätte ich auch Bock drauf

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Gisela eickermann

Super Artikel,wir wünschen euch viel Glück.Ganz liebe Grüße😊✊✊

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