Zahlreiche Länder in Asien gehören zu den aufregendsten und kontrastreichsten Reisezielen auf unserem Planeten. In Asien erleben Sie unvergessliche Reisemomente – kulturelle Highlights, tolle Strände, scharfes Essen, beeindruckende Natur und spannende Abenteuer warten auf Sie. Wir haben Reiseblogger nach ihren schönsten und prägendsten Reiseerlebnissen während Ihrer Asien Tour befragt und die schönsten Reiseberichte im folgenden Beitrag für Sie zusammengestellt. Außerdem verraten einige Blogger ihre Asien Reisetipps abseits abgetretener Pfade. Zum Schluss gibt es noch ein kleines „Highlight“ aus unserem Reiseberichte-Stipendium.

Mitgemacht haben die Autorinnen und Autoren von empfehlenswerten Reiseblogs, die sich unter anderem mit Asien Touren beschäftigen.

Nehmen Sie sich etwas Zeit und lassen Sie sich von inspirieren- spannende Asien Reiseberichte warten auf Sie!


Alexandra Türschmann von levartworld.de

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Mein Highlight in Südindien – Die Backwaters in Kerala

Wenn es um Asien Reisetipps geht, fallen mir als erstes die Backwaters in Kerala, Indien ein. Die Backwaters sind ein verzweigtes Wasserstraßennetz im Hinterland der Malabarküste, in Südindien. Am besten kann man das Land der Palmen mit einem Hausboot erkunden und so verbringe ich drei Tage auf dem Wasser und lasse mich einfach treiben.

Das geräumige Holzboot haben wir fast für uns alleine. Mit an Board ist nur noch die Besatzung, die uns täglich bekocht und die Wünsche von den Lippen abliest. Auf dem Boot gibt es zwei großzügige Zimmer mit Bädern und alles was dazu gehört.

Unsere Tour startet früh am Morgen mit dem Sonnenaufgang. Die ersten Sonnenstrahlen wärmten mein Gesicht. Ich genieße meinen süßen, typisch indischen Tee auf der Veranda, während das Boot sich langsam und leise auf dem ruhigen Gewässer in Bewegung setzt. Wohin ich hinschaue säumt das satte Grün die Ufer. Palmen und Bananenstauden wohin das Auge reicht. Dazwischen schmücken kleine, bunte Häuser die Ufer. Das dunkle Wasser schimmert in der Sonne. Die Vögel singen leise ihr Lied. Die Zeit scheint hier stehengeblieben zu sein. Ich bin tiefenentspannt.

Auf Asien Tour mit Alexandra Ruerschmann

Während der Zeit auf dem Boot beobachte ich gespannt das Treiben am Ufer. Frauen, die ihre Wäsche waschen und singen. Kinder, die vergnügt Baden und spielen. Fischer, die ihre Netze flicken und Eisvögel, die voller Konzentration ihre Beute, kleine Fische, jagen.

Ab und an legen wir an und erkunden die Umgebung. Wie kaufen frische Kokosnüsse und suchen Gemüse für das Abendessen aus, welches unser Koch zubereitet. Eine Horde Schüler läuft uns entgegen. “How are you?” “What’s your name?” Die zuvor in der Schule gelernten Englischvokabeln werden an den westlichen Touristen ausprobiert. Wenn wir soweit sind, fahren wir ein Stück weiter. Hinter jeder Biegung, jeder Ecke, gibt es etwas neues zu entdecken. Wir gönnen der Crew eine Pause und steuern selbst das Gefährt. Die drei Tage vergehen wie im Flug.

Weitere Reiseberichte von Alexandra Türschmann unter: http://levartworld.de/backwaters_in_kerala_hausboottour_backpacking_indien_im_hausboot_durch_kerala/

Hier geht es zu unseren Südindien Reisen.


Christina L von cityseacountry.com

Schöne Reiseerlebnisse hatte ich so einige während meiner Asien Tour. Vor allem die kleinen und ungeplanten Begegnungen sind es, welche eine Reise unvergesslich machen.

So zum Beispiel ein Spontantreffen mit einem kambodschanischen Jungen. Während eines abendlichen Spazierganges an einer Uferpromenade drückt mir ein Junge auf einmal einen Federballschläger in die Hand und wir spielen und lachen gemeinsam ein paar Minuten. Wir verstehen uns ohne Worte.

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Oder das Zusammentreffen mit einem Inder, welcher mir spontan aus der Hand liest und über meine Zukunft spricht. Einfach so.

Besonders schön fand ich auch das Beiwohnen einer Baci-Zeremonie in Luang Prabang (Laos), bei welchem ich weiße Bänder um das Handgelenk gebunden bekam. Eine Baci-Zeremonie ist eine buddhistisch-animistische Gebetszeremonie bei der Götter, Buddha und Geister um Rat und Beistand gebeten werden. Es wird gesungen, getanzt und die weißen Baumwollfäden, welche um das Armgelenk gebunden werden, sollen das Glück am Körper „befestigen“.

Das ist es, was mich am Reisen in Asien und generell fasziniert. Diese ungeplanten Begegnungen und kulturellen Einblicke.

An schönen und besonderen Plätzen in Asien und für mich einer der Reisehighlights sind die türkisen Kouang Si Wasserfälle (und natürlichen Pools) oder das Treffen der einzigartigen Irrawaddy Delfine.

Reisen nach Asien verbinde ich immer mit schönen Erinnerungen, denn Asien ist bunt, einzigartig und kulturell wahnsinnig faszinierend. Somit ist es schwierig zu sagen, was für mich das schönste und coolste Reiseerlebnis in Asien war, denn davon gibt es in Asien eine Menge.

Mein Geheimtipp für Asien Touren

Einheimische fragen, wo sie gerne essen gehen und in kleinen, einheimischen Lokalen die Speisen probieren.

Meine schönsten Reiseerlebnisse und Lieblingsorte in Asien (Laos) finden Sie hier zum Nachlesen:

Die schönsten Plätze und Sehenswürdigkeiten in Laos: http://www.cityseacountry.com/de/reiseblog-laos-beste-plaetze-und-sehenswurdigkeiten/

Hier erfahren Sie mehr über Laos Reisen


Katharina Neuhaus von hello-hummingbird.com

Katharina-Neuhaus-Myanmar-Reise

„Die Menschen in Myanmar sind die nettesten in ganz Asien!“, versicherte mir meine Reisebekanntschaft Michael noch, bevor sich unsere Wege trennten. Er wollte weiter nach Laos, die nächste Station meiner Asien Tour war Myanmar. Ganz spontan hatten wir all unsere Reisepläne über den Haufen geworfen, um das „goldene Land“ mit seinen unzähligen prachtvollen Pagoden kennenzulernen.

Schon am Flughafen von Mandalay machten wir Bekanntschaft mit Thura – 44 Jahre alt, ehemaliger Mönch, hauptberuflich Pilzzüchter, nebenberuflich Frohnatur, Familienvater und Lebenskünstler. Thura zeigt leidenschaftlich gern ausländischen Besuchern sein Land und spart ansonsten eisern jeden Kyat, den er nicht für seine Familie braucht. Sein Traum ist es nämlich, eines Tages ein eigenes Hotel zu führen.

Wir verabredeten uns gleich für den nächsten Tag. Mit Thuras klapprigem Pick-Up schafften wir es gerade noch rechtzeitig zum Sonnenaufgang an der U-Bein-Brücke. Später lud Thura uns zu sich nach Hause ein, wo seine Frau frisch gekochte Pilz-Suppe (natürlich aus eigener Zucht) servierte. Wir ließen uns von kichernden Myanmarinnen mit Thanaka, einer Art Wunderpaste aus geriebener Baumrinde, das Gesicht bemalen. Sahen jungen buddhistischen Nonnen bei ihrem täglichen Gebet zu. Durften in einer Weberei einen traditionellen Longyi anprobieren – sehr zur Belustigung der Nachbarskinder, die kichernd durch die Fenster der Werkstatt lugten. Besuchten spontan ein Fest, auf dem uns eine energische ältere Myanmarerin auf einen Ehrenplatz dirigierte und man uns von allen Seiten Schüsseln mit Reis, Fisch, Gemüse und Gebäck reichte.

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Was die Menschen in Myanmar für all das haben wollten: gar nichts. Was wir bekommen haben: Erinnerungen, die uns niemand mehr nehmen kann. So viele freundliche Blicke, dass wir auch jetzt noch bei dem Gedanken an den Tag sofort lächeln müssen. Und die sichere Gewissheit, dass wir eines Tages wiederkommen. Vielleicht steht dann ja auch schon Thuras Hotel. Zutrauen würde ich es ihm.

Meine Geheimtipps für Myanmar Reisen

  • Reden, reden, reden! Nirgends erfährt man so viel über ein Land wie im Gespräch mit seinen Einwohnern. Die Myanmarer freuen sich über jedes „Mingalaba“ (hallo). Das erkennt ihr an dem strahlenden Lächeln, das sich sofort auf den Gesichtern der Menschen ausbreitet. Ein ganz besonderes Erlebnis ist ein Gespräch mit einem Mönch – hier wartet man aber besser, bis man angesprochen wird.
  • Jeder Myanmar-Reisende besucht natürlich unzählige tolle Pagoden. Mysteriös wird es im Pagodenwald von Indein am Inle-See. Jahrhundertealt, von Gestrüpp überwuchert, einfach geheimnisvoll erheben sich dort mehrere hundert verfallene Stupas über dem nahegelegenen Dorf. Wer durch die verlassene Anlage streift, fühlt sich mindestens wie der Abenteurer Indiana Jones auf der Suche nach einem verborgenen Schatz.

Weitere Berichte und Asien Reisetipps von Katharina Neuhaus unter: https://hello-hummingbird.com/myanmar/

Hier finden Sie die schönsten Myanmar Reiseziele


Annika & Jan Thielemann von follow-your-feet.com

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„Der beste Geburtstag meines Lebens”

Annikas letzter Geburtstag ist leider etwas ins Wasser gefallen. Wir waren in Vietnam und es regnete den ganzen Tag. Dafür wurden wir von den Einheimischen zur Feier des vietnamesischen Neujahr zum Trinkgelage eingeladen und ordentlich abgefüllt.

Für dieses Jahr habe ich mir daher eine besondere Überraschung überlegt. Einen Rundflug über die wunderschöne Region um Chiang Mai, eines der schönsten Thailand Reiseziele. Ich weckte Annika schon um halb 7 in der Früh und nach einem Stück Geburtstagskuchen zum Frühstück fuhren wir schon mit dem gemieteten Roller zum Flugfeld.

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Dieses war eigentlich nur eine etwas längere Wiese aber es reichte für die kleinen Ultraleichtflugzeuge alle male. Dank unserer deutschen Pünktlichkeit waren wir natürlich mal wieder viel zu früh. In Asien ticken die Uhren anders und wenn man 7:30 Uhr sagt, geht keiner davon aus, dass man wirklich um 7:30 Uhr – geschweige denn schon um viertel nach – da ist.

Nach einer kurzen Wartezeit ging es dann aber auch schon los und wir erhoben uns in die Lüfte. Der Ausblick war der Wahnsinn und unser erster Flug in einem Leichtflugzeug ein voller Erfolg. Der Wind blies uns um die Nase und die wunderschöne Gegend um Chiang Mai raubte uns den Atem. Über den Reisfeldern hingen noch Nebelschwaden, wir sahen Tempelanlagen, kleine Dörfer und die Berge am Horizont.

Beim Landeanflug entdeckten wir ein Hotel, welches aus der sonst flach bebauten Landschaft herausstach. Es sah verlassen aus und wir beschlossen ihm einen Besuch abzustatten. Wir sind nämlich absolute Lost Place Fans.

Das Hotel stand tatsächlich leer und es war weder abgeriegelt noch in irgendeiner weise Bewacht, wie wir es von anderen Lost Places gewohnt waren. Wir gelangten sehr einfach auf das Gelände und konnten uns in aller Ruhe umschauen. So ein verlassenes Hotel hat eine echt tolle Atmosphäre.

Anschließend fuhren wir zu einem zweiten verlassenen Anwesen, welches wir einige Tage zuvor bei einer Tour zu einem nahegelegenen Nationalpark entdeckten. Das Gebäude war mehr ein Rohbau, glänzte aber durch unzählige, hochwertige Graffiti. Wie eine Art geheime Kunst Galerie.

Zum Mittag gönnten wir uns bei Beast Burger ein Mahl, welches rund Zehn mal so viel kostete, wie sonst. Essen in Thailand ist normalerweise sehr günstig und man bekommt für 40 bis 60 Baht (ca. 1 bis 1,5 Euro) bereits ein gutes und leckeres Gericht, was pappsatt macht. Heute gönnten wir uns jedoch noch einmal den besten Burger Chiang Mais und legten dafür gerne die rund 800 Baht (ca. 20 Euro) auf den Tisch.

Die Mahlzeit war für uns ein wahres Festmal und wahnsinnig dekadent. Mit vollem Bauch fuhren wir zum letzten Punkt auf meiner Tagesordnung um Annika einen unvergesslichen Geburtstag zu bescheren: einem weiteren Lost Place. Ein ehemaliger Wohnkomplex mit hunderten Wohnungen und mehr als 10 Stockwerken.

Auch dieser wurde nicht bewacht und wir gelangten problemlos herein. Über die Treppe ging es zuerst bis ganz nach oben zur zerfallenen Aussichtslounge. Wir genossen die Aussicht und arbeiteten uns dann bis in den Keller herunter. Unterwegs entdeckten wir sogar ein Nachtlager – scheinbar hatte sich ein Obdachloser hier niedergelassen.

Zurück zu Hause ließen wir den Tag revue passieren, schauten uns all die Fotos und Videos an, die wir gemacht hatten und Annika sagte mir, es wäre der beste Geburtstag ihres Lebens gewesen.

Ziel erreicht. Ich hoffe nur, ich habe die Messlatte nicht zu hoch gehängt, denn wer weiß wo wir nächstes Jahr sind und wie das Wetter wird…

Spannende Videoaufnahmen von Annikas Geburtstag

Die komplette Geburstagsgeschichte finden Sie unter: https://www.follow-your-feet.com/blog/inspiration/der-beste-geburtstag-meines-lebens/

Hier geht es zu unseren Vietnam Individualreisen


Vera & Henning von thehorizonisourhome.de

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Trekking auf dem Annapurna Circuit in Nepal

A-C-T, A-C-T, A-C-T… – diese drei Buchstaben schwirren uns wie ein Mantra durch den Kopf, seitdem wir beschlossen haben, eine Nepal Reise zu unternehmen. Was wäre ein Trip in das Land mit dem höchsten Berg der Welt, ohne sich von den gigantischen Riesen umgeben zu lassen? Der ACT – Annapurna Circuit Trek – soll es sein. Zwei Wochen wollen wir im Himalaya wandern, in einfachen Gasthäusern übernachten, Yaks sehen und uns von Dhal Bhat, dem nepalesischen Nationalgericht, ernähren. Verrückte Idee? Irgendwie schon. Unsere erste richtige Wanderung überhaupt ist nur ein paar Monate her, zum Beginn der Weltreise haben wir uns durch das W im Torres del Paine Nationalpark in Chile gequält. Es folgten ein paar mehr oder minder heftige 2- bis 3-Tages-Trips auf den Great Walks in Neuseeland. Und jetzt? 14 (vierzehn! fourteen! १४!) Tage im Himalaya. Verrückte Idee? Definitiv!

Wir entscheiden uns gegen Guide und Träger, verabschieden uns vom relaxten Pokhara und schultern unsere 15 Kilo Rücksäcke. Die ersten Etappen des ACT fordern uns direkt. Wir starten morgens mit dem Sonnenaufgang und wandern bis zum Nachmittag durch kleine Dörfer, vorbei an winkenden Kindern und spektakulärer Landschaft. Ab dem zweiten Tag sind Achttausender unsere Wegbegleiter. Abends fallen wir todmüde in unsere Schlafsäcke, die bei Temperaturen bis zu 20 Grad minus schützen sollen. Müssen sie auch. Denn sobald die Sonne untergeht ist es Anfang Dezember ruckzuck bitterkalt, die Raumtemperatur unter Null.

Die Höhe macht sich auf dem ACT in jeder Sekunde bemerkbar: Kopfschmerzen, Schlaflosigkeit, Kurzatmigkeit. Wir halten und legen einen wichtigen Akklimatisierungstag ein. Mit Höhenkrankheit ist nicht zu spaßen. Hier gilt für jeden: HÖR. AUF. DEINEN. KÖRPER! Im Himalaya sterben jedes Jahr Wanderer, die dies nicht tun.

Dann gibt es kein Zurück mehr, es geht in Richtung Thorung-La-Pass. Bereits in Ledar wird es früh bitterkalt und windig. Lange sind wir die einzigen Gäste und wärmen uns am Ofen. Später stoßen Aviv aus Israel und sein Guide und Träger Pandey hinzu. Wir kommen ins Gespräch und beschließen, die nächsten Tage zusammen zu meistern. Eine gute Entscheidung. Vor allem der Nepali ist uns sofort sympathisch, wir freunden uns an.

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Die Überquerung des Passes bringt uns an unsere Grenzen. Wir starten bei Dunkelheit und mühen uns Meter für Meter bergauf durch die Kälte. Ein Schneesturm macht es nicht einfacher. Pandey lässt uns nicht alleine und motiviert uns immer wieder. Die Kräfte schwinden und als wir mit leichter Panik denken:  wir schaffen das nicht, sind wir oben. Tränen der Erleichterung und des Glücks steigen uns in die Augen. Wir haben es wirklich gepackt! Wir sind auf 5416 Metern Höhe. Die Luft ist dünn und eisig. So schnell es geht, eilen wir den Pass hinunter. Auf der Suche nach Sonne und Entspannung. Wir spüren jeden Muskel, die Füße schmerzen, der Nacken vom schweren Rucksack. Aber wir sind verdammt stolz auf uns. Auf dem Rückweg entspannen wir noch mit Pandey in den warmen Quellen von Tatopani. Zurück in Pokhara verabschieden wir uns von unserem neu gewonnenen Freund und versprechen, dass wir wiederkommen.

Wir bleiben fortan in Kontakt. Schreiben uns regelmäßig über Facebook, bangen 2014 während des tödlichen Disasters auf dem ACT und besonders während des verheerenden Erdbebens im April 2015. Jedes Mal kommt nach ein paar Tagen die Erleichterung. Pandey geht es gut. Zu unserer Hochzeit ein paar Monate später überrascht uns Pandey mit einer Videobotschaft und spätestens jetzt beschließen wir, nach Nepal zurückzukehren.

Im Mai 2016 ist es endlich soweit. Im Anschluss an unseren Tibet-Trip verbringen wir eine knappe Woche in Kathmandu mit Pandey. Das Wiedersehen ist herzlich und vertraut. Wir erleben das unglaubliche Kathmandu-Valley aus einer ganz besonderen Perspektive und lernen Pandeys Familie kennen, bei der wir sogar übernachten. Wir werden mit nepalesischer Gastfreundschaft überhäuft, Sprachbarrieren spielen keine Rolle. Wir fühlen uns zu Hause in Nepal. Dhanyabad, Pandey – bis zum nächsten Wiedersehen!

Unser Geheimtipp für Nepal Reisen

Konzerte in der Purple Haze Rock Bar in Kathmandu. Jeden Abend ab 20 Uhr Uhr geht in der ersten Etage auf der Chaksibari Street von Thamel die Post ab. Lokale (teils wirklich professionell gute) Bands covern auf einer amtlich bestückten Bühne Rock- und Pop-Hits der letzten Jahrzehnte. Die größtenteils in schwarz gekleideten Locals im Publikum rasten in dem bier- und rauchgeschwängerten Rock-Club aus. Hier und da mischen sich Backpacker, die frisch von ihren Treks zurück sind, unters Volk und lassen die Strapazen des Himalayas hinter sich.

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Weitere spannende Asien Reiseberichte und Reisetipps von Vera & Henning finden Sie unter: https://www.thehorizonisourhome.de/nepal-pokhara-annapurna-circuit-cold-heart-mountain-top/

Hier finden Sie alles über unsere Nepal Rundreisen


Sebastian Canaves von off-the-path.com

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Mein schönstes Erlebnis während meiner Asien Tour

Als ich vor knapp drei Jahren das erste Mal nach Bali kam, wusste ich, auf diese Insel Indonesiens werde ich noch öfters zurückkehren. Das satte Grün der Reisfelder, die überaus netten Menschen, das leckere und gesunde Essen und das kleine Surferörtchen Canggu hatten es mir besonders angetan. Und ich tat es auch: In den darauffolgenden Jahren kam ich gleich mehrmals zurück nach Bali. Allerdings war das, was ich sah und auch fühlte, nicht mehr wirklich das, wofür ich Bali einst so sehr liebte. Der Ort Ubud mitten im Zentrum der Insel wurde mehr und mehr von Touristen überrant, auf der Hauptstraße wimmelte es nur so von Rollern, die mehr standen, als dass sie rollten. Auch in Canggu waren die Massen angekommen und das Schlimmste: Unweit meines Lieblingscafés sollte ein Starbucks eröffnen! Der Zauber der Insel war für mich fast schon verloren, als ich von einer kleinen, abgelegen Bambushütte im Norden Balis hörte…

Meine Freundin Line und ich kontaktierten die Eigentümer der Hütte, packten ein paar Tage später unsere Sachen, schmissen uns auf unseren Roller und machten uns auf den Weg ins Unbekannte. Wir mussten zunächst durchs Gewusel Denpasars, doch ziemlich bald wurden die Straßen leerer und die Stadt wich mehr und mehr grünen Reisfeldern. Es wurde hügelig und wir kamen in die Berge Balis. Wir fuhren vorbei an Wasserfällen und durch kleine, abgelegene Dörfer. Die Bewohner dieser Örtchen schauten uns mit großen Augen an, noch größer war ihr Lächeln im Gesicht. Fremde verirrten sich wohl nur selten hierher und Touristen erst recht nicht. Eine Gruppe junger Mädchen lief uns kreischend und lachend hinterher, und die Mädchen taten so, als würden sie uns mit ihren Spielzeughandys fotografieren.

Bambushütte auf Bali Indonesien

Wir waren bereits an der Einfahrt vorbei gefahren, als die Hütte auf einmal zu unserer Rechten mitten im Regenwald auftauchte. Wir bremsten abrupt ab, machten eine Kehrtwendung und fuhren zum Eingang der Hütte. Das Tor zum Garten stand auf und wir liefen einfach durch. Nach ein paar Metern begrüßte uns ein kleiner, unheimlich süßer Welpe. Die nächsten Meter lief er mit uns mit, bellte und wedelte vor Freude mit dem Schwanz, bis die Hütte auf einmal vor uns stand. Wir gingen ein paar Stufen runter und schon wurden wir vom Hausmanager empfangen. Er war gerade dabei, das Essen für die Tiere fertig zu machen, denn neben dem kleinen Welpen lebte auch ein mindestens genauso süßes kleines Katzenbaby in der Hütte. Er zeigte uns die Hütte, die Regendusche im Freien und das Schlafzimmer in der ersten Etage. Alles, wirklich alles war aus Bambus! Er fragte uns noch, wann wir am nächsten Morgen frühstücken wollten und erklärte uns, dass er auch für uns Abendessen kochen würde. Wir sollten ihm nur rechtzeitig Bescheid geben, was wir essen wollten. Und dann ließ er uns auch schon allein. Und mit allein, meine ich auch wirklich allein. Um uns herum war nichts als Dschungel und Reisfelder, direkt neben der Hütte lief ein kleiner Bach und das nächste Dorf war rund 10 Minuten mit dem Roller entfernt.

Es zirpte und rauschte, sonst hörte man nichts. Wir klappten die Hängematte aus, im Hintergrund lief chillige Musik und wir genossen einfach nur das Hier und Jetzt. Nacheinander kamen der kleine Welpe und das kleine Katzenbaby zu uns, spielten oder schmusten mit uns, oder rauften miteinander. Wir bestellten Abendessen beim Hausmanager, der kurze Zeit später mit seiner Frau und leckeren, hausgemachten balinesischen Essen zu uns kam. Es war bereits dunkel, als wir aßen. Wir entdeckten ein paar Glühwürmchen und der Mond strahle immer heller. Ich weiß nicht mehr, wie spät es war, aber wir gingen an diesem Abend früh ins Bett.

Geweckt wurden wir am nächsten Morgen sowohl von den ersten Sonnenstrahlen, als auch von unseren vierbeinigen Mitbewohnern, die sich dicht an uns kuschelten und versuchten, uns mit ihren kleinen Körpern wach zu rütteln. Wir standen auf, ich nahm mir die Ukulele und spielte ein wenig auf ihr. Etwas später kam unser Hausmanager wieder und bereitete uns Frühstück vor: Es gab Banana Pancakes und frischgepressten Saft. Etwas weiter oben badeten Kinder im Bach und ihr Gesicht, ihre ganze Körpersprache zeigte, wie viel Spaß sie dabeihatten. Wir packten unsere Sachen wieder, verabschiedeten uns von der Hütte, dem kleinen Welpen und der kleinen Katze und machten uns wieder zurück in die Zivilisation. Neben uns erstreckten sich riesige, grüne Reisfelder, wir begegneten wieder der Gruppe Mädchen, die uns erneut mit ihren Spielzeughandys fotografierte und auf meinem Gesicht machte sich ein Grinsen breit. Da war es wieder, dieses Gefühl, das mir Bali einst brachte. Ich hatte es wieder, hatte mein Bali wiedergefunden.

Unser Vlog zu dieser Erfahrung

Weitere spannende Asien Erlebnisse & Reisetipps von Sebastian unter:

Mehr zu unsere Indonesien Reisen


Nadine Frey von travelmieze.com

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Sri Lanka – Abenteuer Busfahren

Meine Reise durch Zentral Sri Lanka und entlang der Ostküste, mit einem Abstecher in den Süden, wurde vor allem durch die vielen interessanten Begegnungen mit Locals zu einem einzigartigen Erlebnis. Ich bewegte mich überwiegend mit dem Bus über diesen traumhaften vom Meer umspülten Fleck Erde. Diese Art zu Reisen schont erstens das Reisebudget. Zweitens kommt man mit den Leuten wirklich in Kontakt und drittens ist das Busfahren auf Sri Lanka ein Abenteuer für sich. So habe ich beobachtet, dass die Leute ein Tuch durchs offene Fenster des heranrollenden Busses werfen, um sich einen der Plätze zu reservieren. Habe ich dann auch probiert, hat auch manchmal geklappt. Man muss auch beachten, dass die vordere rechte Sitzreihe für Mönche reserviert ist. Der Platz bleibt unbesetzt, bis ein Mönch reinkommt, auch wenn der Bus voll ist und viele schon stehen. Sitzt ein Mönch dort, darf ich mich nicht dazusetzen, denn Frauen sitzen nicht neben Mönchen. Männer schon.

Auf einer Rückfahrt von Galle nach Mirissa befand sich mein Stehplatz an der offenen Tür. Abruptes Bremsen und spektakuläre Überholmanöver, sorgten für wahrhaftig hautnahe Begegnungen. Ich musste immer wieder ungläubig zu dem kleinen wild gestikulierenden Fahrer schauen, der Mühe hatte mit seinen Füßen das Gas- und Bremspedal zu erreichen. Während wir hupend durch die Dämmerung heizten, der Regen einsetzte, die Reifen quietschten und der Bus auch mal ohne Hand am Lenkrad, durch den bunt blinkenden Verkehr raste, krallte ich mich an der Haltestange fest und hatte Zeit für die wirklich wichtigen Fragen. Wie überwindet man Ängste? Woher nimmt man die Hoffnung, dass alles gut ausgehen wird? Die einmalige Geräuschkulisse aus Musik, die aus diversen Lautsprechern schepperte, dem Stimmengewirr und der brüllenden Ansagen der Haltestellen, machten diese und andere Fahrten zusätzlich zu einem mit allen Sinnen erfahrbaren Erlebnis.

Ich spürte den Fahrtwind um meine Ohren sausen, die Bäuche von anderen in meinem Rücken und nahm interessante Gerüche aus Schweiß, Curry und Kardamom wahr. Wenn ich doch mal einen Sitzplatz ergattert hatte, fühlte ich mich oft wie eine kleine Attraktion. Man riss sich geradezu um den Platz neben mir, um mit mir ins Gespräch zu kommen. Am Ende jeder Fahrt, verließ ich gut durchgeschüttelt, aber vor allem um mindestens eine wertvolle Begegnung reicher den Bus. Ich hatte Einblick in spannende Leben bekommen, wurde zu Papayas und Rotis eingeladen, habe Familienfotos gesehen und verabschiedete mich glücklich von Fremden die im Bus zu Bekannten wurden, welche darauf bestanden, mir ihre Telefonnummer mitzugeben, falls ich mal Hilfe bräuchte.

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Mein Geheimtipp für Sri Lanka Reisen

Etwas abseits am Upuveli Beach an der Ostküste findet sich ein ursprünglicher Abschnitt mit einer kuriosen Mischung aus bunten Booten, fleißigen Fischern die ihre Netze einholen, kreischenden Krähen die sich über die Fischreste hermachen, spielenden Hunden und Kühen die sich entweder zum Sonnen am Strand ablegen oder sich auf dem Friedhof am Meer zwischen den bunten Gräbern herumtreiben. Es gibt hier eine einfache Hütte mit einem Bad im Freien zu mieten. Das Duschen während des Sonnenuntergangs mit freiem Blick auf die groteske Umgebung ist ein Erlebnis der ganz besonderen Art.

Weitere tolle Asien Reiseberichte von Nadine unter: https://www.travelmieze.com/reiseziele/südostasien/sri-lanka/

Hier finden Sie weitere Informationen zu Sri Lanka Individualreisen


Laura Anthes goseekhappy.wordpress.com

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Myanmar –  zwei Wochen ursprüngliches Reisen in Asien

Myanmar, Burma oder Birma – unter diesen Namen kennt man das asiatische Land, das eingebettet zwischen Thailand, China, Laos, Indien und Bangladesch liegt.

Jeder, der sich mit einer Reise nach Myanmar beschäftigt, wird durch viele „Tipps“ in Reiseführern abgeschreckt: Da heißt es immer noch, man bräuchte brandneue Dollars, um in dem Land durchzukommen. Und der Kyat sei eher eine Scheinwährung. Ich kann alle beruhigen, das ist nicht mehr aktuell! Ganz unproblematisch habe ich mir aus einem ATM einen Batzen Kyatt gezogen und bin damit ganz wunderbar durchgekommen.

Was man aber braucht, ist ein Visum. Um das zu bekommen, gibt es zwei Varianten: Zum einen das E-Visum, das ganz easy online zu beantragen ist und auch auf gleichem Weg ausgestellt wird. Zum anderen das Beantragen bei der burmesischen Botschaft in Deutschland.

Meine erste Station in Myanmar war die frühere Hauptstadt Yangon (früher Rangun). Dort gibt es viel zu sehen und man entdeckt in der vom Tourismus noch recht unberührten Stadt viele spannende Ecken. Für eine erste Orientierung ist die Runde mit dem Circle-Train einfach perfekt. In etwa drei Stunden Fahrt ihr mit der Ringbahn 37 Stationen ab und entdeckt  Yangon jenseits seiner Pagoden, Tempel und Parks.

Wenn man in Yangon ist, steht natürlich ein Besuch der Shwedagon-Pagode auf dem Programm.  Dort, wie auch sonst in jedem Tempel in Myanmar muss man beachten, dass man stets passend gekleidet ist: Lange Röcke oder Hosen sind Pflicht und auch die Schultern sollten bedeckt sein. Und Schuhe ausziehen nicht vergessen!

Nächster Stopp: Bagan. Mein erster Weg führt mich dort morgens um 5:00 Uhr  zum Sonnenaufgang auf ein altes Kloster. Und ja, ich meine „auf“. Vor mir lagen hunderte kleiner und größerer Tempel, die ins Licht der sich durch die Wolken schiebenden Sonne gebadet wurden. Und um das Bild fast unwirklich kitschig werden zu lassen, stiegen pünktlich zum Sonnenaufgang auch noch Bagan Heißluftballons in den sonnenroten Himmel. In genau in so einem Heißluftballon flog ich dann übrigens auch am nächsten Morgen.

Weiter ging es nach Mandalay. Mein kleiner Sightseeing-Marathon startete mit einem Besuch der Mingun-Glocke, einer der schwersten freihängenden Glocken der Welt, weiter zur Essenszeremonie im Mahaganddhayon Kloster der über 1000 dort lebenden Mönche, rauf auf den Mandalay-Hill um dort die Pagoden und den Ausblick auf die Stadt zu bewundern und dann weiter zu der kleinen Insel Inwa. Sie erreicht man mit der Fußgänger-Fähre und auch hier gibt es Tempelruinen, meterhohe Buddha-Statuen und unberührte Natur zu bewundern. Zurück in der Stadt ließ ich den Tag ganz entspannt bei einem Bier zum Sonnenuntergang an der wunderschönen U-Bein-Brücke, der längsten Teakholzbrücke der Welt, ausklingen.

Nyaungshwe am Inle-Lake war meine letzte Station. Der See ist mit seiner Länge von 22 km und der maximalen Breite von 10 km der zweitgrößte in Myanmar. Ich habe mich einem der vielen Fischer anvertraut, die für einen kleinen Betrag Touristen in ihren Longtailbooten über den See schippern. Vorbei an den einzigartigen Einbeinfischern, die mit einem Bein rudern um die Hände frei zu haben, und Händlern, die ihre Waren aus dem Boot anbieten, ging es mit kurzem Stopp bei den Langhalsfrauen zum 160 Jahre alten Nga Phe Kyaung-Kloster und den angrenzenden schwimmenden Gärten.

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Mein Myanmar-Reisetipp

Bagan war für mich einfach traumhaft, fast unwirklich. Tagelang stromerte ich durch verlassene, menschenleere Tempel. Einige in gutem Zustand, andere schon fast verfallen, so nah kommt man diesen Kunstwerken wohl nur noch in Myanmar.

Myanmar ist beeindruckend, in Teilen wirklich wunderschön und ich kann jedem nur empfehlen, das Land bald zu bereisen. Das Reisen wird dort langsam immer komfortabler, aber darunter leidet auch die Einzigartigkeit, die Myanmar im Moment noch bietet!

Weitere schöne Asien Reisetipps & Myanmar Reiseberichte von Laura unter: https://goseekhappy.wordpress.com/tag/myanmar/

Sie haben Lust auf eine Asien Reise, aber wissen noch nicht genau, wohin es gehen soll? Stöbern Sie doch einmal auf unserer Reisethemen Seite!


Tabitha Kleine von findsomebeautifulplaces.com

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Japan zur Kirschblüte

Gerade erst bin ich eine Woche aus Japan wieder da und immer noch total geflasht. Japan ist anders als jedes andere asiatische Land, das ich bisher kennenlernen durfte. Fortschrittlicher, geordneter und mit einem unglaublichen Mix aus Tradition und Moderne.

Die Kirschblüte (japanisch: sakura) in Japan ist legendär und ich wollte dies unbedingt erleben. Und so reisten wir von Kyoto über den Fuji nach Tokio. Bereits ab Februar gibt es Websites, die jeweils das Datum der Blütenöffnung im ganzen Land prognostizieren. Ende März/Anfang April ist auf jeden Fall eine gute Zeit mit hoher Wahrscheinlichkeit, die Kirschblüten zu sehen.

In Kyoto konnten wir „The Opening“ beobachten. Von einem Tag auf den anderen wurden aus geschlossenen Knospen plötzlich Blüten und begannen das öffentliche Leben zu verändern. Egal ob Hochzeitspaar, Rentner oder Geschäftsmann – die Kirschblüte lockt sie alle nach draußen. Den großen Unterschied zur Kirschblüte anderswo auf der Welt macht nämlich nicht die Anzahl oder Schönheit der Bäume aus. Sondern wie diese kurze Zeit, die ca. 10 Tage dauert, zelebriert wird. Die Rentner versuchen mit ihren Teleobjektiven die besten Bilder zu schießen. Die Hochzeitspaare posieren vor romantischer Kulisse. Die Geschäftsleute machen tatsächlich früher frei und picknicken in Anzug und Krawatte unter den Bäumen. Und die jungen Mädchen werfen sich in farbenprächtige Kimonos und überbieten sich gegenseitig im besten Kirschblüten-Selfie.

Es gibt sogar eine Tanztheater-Aufführung der Geishas des Viertels Gion, welche nur zur Kirschblüte stattfindet. Von den farbenprächtigen Kostümen und dieser Anmut kann man nur begeistert sein.

„Full bloom“ hingegen durften wir in Tokio erleben.

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Schon früh werden hier im Ueno-Park oder am Ufer des Sumida-Rivers die besten Plätze mit blauen Planen belegt. Das mit dem Picknick wird übrigens sehr pragmatisch gehandhabt: Wir haben klassische Bento-Boxen und Sushi gesehen, aber auch direkt gelieferte Pizza in Kartons. Irgendwie sehr sympathisch.

Und wer die romantischste Kulisse sucht, findet sie im Chidorifuchi Park: hier kann man sich kleine Ruderboote leihen und unter den blühenden Zweigen hindurchgleiten.

Weitere Erkenntnisse (abseits der Kirschblüte) dem Land der aufgehenden Sonne

  • Alles schmeckt. Selbst die abgepackten Onigiri (gefüllte Reisbällchen) aus dem Supermarkt haben besseren Reis als manche Sushi-Bar in Deutschland.
  • Es ist unglaublich wie pünktlich öffentliche Verkehrsmittel sein können.
  • In der ganzen Zeit bin ich keinem unfreundlichen Menschen begegnet.
  • Fast alle Sehenswürdigkeiten kosten keinen Eintritt.
  • Gewärmte Toilettensitze sollten sich endlich in Europa durchsetzen.
  • Der Fuji ist zuweilen recht schüchtern und lässt sich nur im Sommer besteigen.
  • Es gibt in den Städten Ecken mit viel Trubel, aber Du findest genauso viele ruhige Plätze. Also keine Sorge, dass die Erholung zu kurz kommt.

Neben Schönheit steht die Kirschblüte auch für Vergänglichkeit, denn der Zauber währt nur eine kurze Zeit. Und was für eine zauberhafte Erinnerung scheint hier ein ganzes Land zu vernehmen? Halte kurz inne und werde Dir der Schönheit des Lebens bewusst!

Weitere bewegende Asien Reiseberichte & Reisetipps von Tabitha unter: https://www.findsomebeautifulplaces.com/reiseziele/asien/

Japan haben wir (noch) nicht in unserem Portfolio – in unserer Reisesuche finden Sie aber viele spannende Reisen in über 30 Destinationen!


Marcel Gorgolewski von homeiswhereyourbagis.com

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Der Höllentrip ins Paradies – Gili Islands

Nicht unbedingt das schönste Reiseerlebnis als solches, doch dafür die Zeit danach, war vor einigen Jahren auf unserer ersten großen Asien Tour auf den Gili-Inseln. Nach einem total verregneten Bali-Aufenthalt hatten wir einen nicht gerade angenehmen Trip von Bali über Lombok auf die Gilis. Angekommen nach 5 Stunden Fährfahrt auf Lombok im strömenden Regen, wurde uns klar, dass es spät abends gar kein Schnellboot mehr auf die Gili-Inseln gab. Wir sind auf einen Scammer auf Bali hereingefallen. Nach langem Hin und Her konnten wir irgendwo doch noch ein kleines Privatboot anheuern, das uns in der Nacht auf die Paradiesinseln bringen sollte, auf die wir schon lange gewartet haben. Auch wenn völlig überteuert, waren wir froh, dass wir noch ankommen werden.

Doch die Fahrt sollte zum Höllentrip werden und so waren wir zu zweit auf einem winzigen Speedboot, das nicht einmal Lampen hatte. Die See war rau und der Regen wollte nicht aufhören. Der Fahrer sah auch nicht gerade aus, als ob er besonders viel Erfahrung hatte. Nach einer Überfahrt in völliger Dunkelheit auf hoher See sahen wir dann schließlich am Horizont Lichter, die von Welle zu Welle näher kamen und langsam heller wurden.

Froh noch am Leben zu sein, verließen wir das kleine Speedboot schnell und sprangen auf das Pier von Gili Trawangan. Etwas überraschend empfangen wurden wir von 2 Leuten mit den Worten „Welcome to our little Paradise“. Noch sah es nicht unbedingt nach Paradies aus, aber wir erreichten schließlich unsere Unterkunft und fielen hundemüde ins Bett.

Am nächsten Tag schien die Sonne und es war heiß, als wäre wochenlang kein Regentropfen gefallen. Schnell ging es an den Strand, um unser neues Paradies zu begutachten. Und dann war uns klar: die mühselige Anfahrt hat sich gelohnt! Wir haben auf Gili Trawangan und später Gili Meno das bis dato türkiseste Wasser auf unserer ersten Südostasien-Rundreise bestaunen können. Aus einem geplanten Aufenthalt von 2-3 Tagen wurden dann fast 2 Wochen, da die Inseln und der ganze Vibe drumherum uns so gut gefallen haben. Es war eines der Highlights unserer Reise.

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Heute sind die 3 Gilis leider viel zu überlaufen und ein krasses Massentourismusziel. Auch wenn sie noch sehr schön sind, gibt es mittlerweile viele Schattenseiten und deswegen komme ich nun zu unserem Geheimtipp.

Rund um Lombok herum gibt es viele weitere Gili-Inseln, die von Touristen nur wenig besucht werden. Einige davon sind nicht so einfach zu erreichen und noch völlig unberührt: keine Hotels, Strandpromenaden, Bars oder Restaurants, sondern eine traumhafte Unterwasserwelt und lebende Korallen. Ich spreche hier besonders von den Gilis im Osten Lomboks, die Gili Kondo, Gili Kapal und Gili Bidara heißen. Du kannst dort eine halbtägige Schnorchel- und Inselhopping-Tour machen oder sogar auf einer der Inseln zelten. Meistens triffst du dort nur Locals, die einen Wochenend- oder Ferienausflug machen. Ein noch absolut unberührtes Paradies, das hoffentlich nicht so wie die 3 berühmten Gilis enden wird.

Weitere spannende Asien Reiseberichte & Reisetipps von Marcel unter  https://homeiswhereyourbagis.com/laender-und-orte/suedostasien/

 


Sonja Weisner von jo-igele.de

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Dass ich ein absoluter Asienfan bin und es mich immer wieder dorthin zieht, ist kein Geheimnis. Jedoch ist Asien groß und Menschen, Kultur, Landschaft … so vielfältig und unterschiedlich, dass es mir kaum möglich ist „das Beste“ Reiseziel Asiens ausfindig zu machen. Ein ganz besonderes, an das man vielleicht nicht im ersten Moment denkt, wenn man eine Asienreise angeht, habe ich aber für euch…der Oman – orientalisch, faszinierend und wunderschön!

Nach ca. sechs Stunden Flug (Flughafen Dubai) und zwei Stunden abenteuerlicher Autofahrt über eine teils unbefestigte Passstraße, erreichte ich mein Ziel, das Six Senses Zighy Bay. Eine Bucht mit 1,6 km Sandstrand, eingerahmt von den Hajar Bergen – das allein war schon ein spektakulärer Anblick.

Bei diesem Urlaub suchte ich vor allem Ruhe und Erholung und hätte mir dafür wohl kein besseres Reiseziel aussuchen können. Mit dem Rad und bei kleinen Wanderungen genoss ich die Landschaft, besuchte das benachbarte, ursprüngliche Fischerdörfchen und erkundete die Unterwasserwelt beim Schnorcheln. Es war wirklich traumhaft!

Mein kulinarisches Highlight war das „Shua Shack“, eine Beduinen-Spezialität, mit Lamm aus dem Erdofen und anderen Köstlichkeiten, die im Lounge Bereich am Strand serviert werden. Sollte man je in die glückliche Lage geraten „Shua Shack“ angeboten zu bekommen, darf man sich das auf keinen Fall entgehen lassen.

Mein Geheimtipp für Asien Touren

Die volle Pracht des Omans eröffnete sich mir, als ich den Sprung vom Zighy Mountain wagte und mir bei einem Tandem Gleitschirmflug die fantastische Gegend von oben anschauen konnte. Noch heute verfalle ich in Tagträume, wenn ich an das unbeschreibliche Gefühl denke, durch die Lüfte zu schweben und auf mich wirken zu lassen, was mich in diesem Urlaub erwartet. Ich kann dieses Erlebnis wirklich uneingeschränkt empfehlen. Ein wenig Mut gehört natürlich dazu, aber ich verspreche, dass dieser Absprung ein Sprung ins Glück sein wird!!!

Mehr von meinem Omanabenteuer & weitere Reisetipps gibt es hier

 


Zum Schluss wie versprochen noch ein kleines literarisches Highlight von Hannah Schürr – Teilnehmerin unserer Reiseberichte-Stipendium Aktion

Hannar-Shürr-Thailand-Reisebericht

Ein neues Versprechen

Ach Bangkok. Gerade haben wir angefangen uns zu verstehen. Du hast mich endlich etwas hinter deine Fassade aus Ping-Pong Shows, achtlos weggeworfenem Müll, kleinen bunten Plastikeimern, Billigfusel, unerträglich erhitztem Asphalt und dickem Smog blicken lassen. Glitzerndes Wasser, dass sich durch dich hindurch schlängelt, vorbei an Hochhäusern und Menschen. Kühler Fahrtwind. Viele freundliche Augen, die mir entgegen leuchten. Höflichkeit, Vorsicht und Neugierde. Abenteuerlust, angestachelt durch so viel Neues.

Die Trennung ist nun umso schmerzlicher, noch einen letzten sehnsuchtsvollen Blick kann ich im rötlich-orangen Licht der untergehenden Sonne auf dich erhaschen, bevor du dich im Schutz der Dunkelheit vor meinen gierigen Blicken versteckst. Ein ganz schön abgekartetes Spiel findest du nicht? Mach es mir doch nicht so schwer. Oder mache ich es mir schwer? Immerhin reise ich weiter, du bleibst ja wo du bist. Und während die dunkle Landschaft draußen an mir vorbeizieht, fangen meine Sinne wieder an, etwas Anderes wahrzunehmen als Abschiedsschmerz. Das Rumpeln des Busses auf unebenem Untergrund. Fremde Stimmen um mich herum, ein Sprachenwirrwarr aus aller Welt, unverkennbare, kribbelige Vorfreude, Nervosität, Ungewissheit. Und mitten drin ein Paar vertrauter, hellblauer Augen. Sie gehören zu einem jungen Mann, der mein Leben seit zwei Jahren zu einer dauerhaften Reise macht. Zu mir selbst. Zu meinen Ängsten, Hoffnungen, Erwartungen und Zweifeln. Zu meinen Schattenseiten und dem Licht. Zu Orten und Inseln in mir, die mir weiter entfernt vorkamen, als Neuseeland.

Ich muss eingeschlafen sein, denn auf einmal herrscht Unruhe im Bus. Wir haben angehalten, etwas scheint sich zu tun im vorderen Teil. Ein paar Menschen sind schon aufgestanden und schieben sich zwischen den engen Sitzreihen hindurch. „ Koh Tao. This is stop for Koh Tao!“ Mit einem Schlag bin ich hellwach, raffe meine Sachen zusammen und stolpere die winzige Treppe hinunter aus dem Bus heraus. In der Dunkelheit zeichnen sich die Umrisse eines Hafengebäudes ab und ganz nah rauscht das Meer. Noch während wir versuchen uns zu orientieren, geht mit dröhnendem Getöse auch schon wieder der Motor des Busses an, knattert, spukt wütend Abgase in unsere Richtung und auf einmal stehen wir da, irgendwo im Nirgendwo.

Einige Minuten herrscht Stille, unterbrochen nur vom monotonen Geräusch der seichten Wellen. Mein Kopf ist leer, eine schwere Müdigkeit hat sich längst auf meine Muskeln gelegt und die Augen brennen. Bis die Sonne aufgeht können wir sowieso nichts machen, beschließen wir schließlich und versuchen es uns auf ein paar morschen Holzbänken am Uferrand gemütlich zu machen. Ein junges Mädchen setzt sich zu uns, schlaftrunken reden wir über alles, was unsere erschöpften Köpfe beschäftigt und fasziniert. Irgendwann werden dabei aus Sätzen Worte und aus Worten wirres Gemurmel.

Als ich das Gefühl habe, dass es nie wieder hell wird in dieser Nacht, ich mich zurück sehne nach den schützenden Hochhäuserfassaden Bangkoks, dem vertrauten Straßenlärm und der quälenden Hitze, da glitzert ganz entfernt am Horizont der erste Sonnenstrahl. Über die Nacht müssen noch mehrere Busse in der Nähe gehalten haben, denn inzwischen ist der Pier überfüllt von jungen, unausgeschlafenen Backpackern aller Herrenländer. Es dauert keine Stunde, da legt ein Boot direkt vor uns an und auf einmal geht alles unglaublich schnell. Das Gepäck wird im hinteren Teil des Kutters verstaut, während wir weiter vorne im Rumpf Platz suchen. Aus kleinen Bullaugen beobachte ich, wie das tiefblaue Meer an uns vorbei rauscht, unterbrochen von kleinen Inselchen, die vermutlich nicht mal einen Namen haben. Unsere neue Freundin hat sich zu uns gesetzt und obwohl wir übereinander schon mehr wissen, als manche Freunde, kommen wir erst jetzt dazu, Namen auszutauschen. Ich schätze so ist das beim Reisen einfach, es ist doch egal ob du Anna oder Larissa heißt, ob du helle oder dunkle Haut hast, Englisch oder Spanisch redest.

Irgendwann halten wir es im Schiffsrumpf nicht mehr aus und klettern hoch auf Deck. Der Wind peitscht mir die Haare ins Gesicht, die Sonne steht inzwischen weit oben am Himmel und es riecht herrlich nach Salzwasser. Nach all den Tagen in der Großstadt spüre ich auf einmal eine riesige Sehnsucht in mir, während ich auf das Weite des Meeres schaue. Die Sehnsucht danach, meine Zehen in weichen, warmen Sand zu tauchen, der Hitze des Tages im kühlen Meer zu trotzen, immer im Ohr das Rauschen der Wellen. Und während wir so auf das Meer schauen, jeder in seinen Gedanken versunken, da liegt auf einmal vor uns in all ihrer Pracht endlich die Insel. Dicke Palmenwälder säumen einen kilometerlangen, weißen Sandstrand. In allen Farben schillert das glasklare Wasser in der Sonne und ich will diesen ersten Anblick so tief in mir aufsaugen, dass es für immer dort bleibt.

Jedes neue Ziel einer Reise, genauso wie jeder neue Mensch dem wir begegnen, bedeutet ein neues Versprechen. Neue Geschichten, neue Abenteuer, neue Höhen und Tiefen, neue Geheimnisse. Oft können wir im Alltag diese Versprechen nicht mehr sehen, abgelenkt vom Trott und der Arbeit. Das Reisen lehrt uns, wieder achtsamer zu werden. Auf unsere Umgebung, die Menschen und Orte um uns herum.

 


Wir bedanken uns recht herzlich bei allen Bloggerinnen und Blogger für die tollen Reiseberichte und die vielen Reisetipps und wünschen weiterhin happy travels!

Haben Sie Lust bekommen, eine  private Asien Tour zu unternehmen? Gerne erstellen wir ein maßgeschneidertes Angebot ganz nach Ihren Wünschen. Kontaktieren Sie uns und planen Sie mit uns zusammen die Reise Ihres Lebens!

1 Comments

Antworten
James

toller Artikel 😀 danke

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