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  • Gepostet in: Indien

Wer schon einmal Urlaub in Indien gemacht hat, der weiß, dass es aufgrund der Größe des Landes und regionaler sowie religiöser Unterschiede nicht „die indische Küche“ gibt. Einen gemeinsamen Nenner werden Sie jedoch entdecken, wenn Sie mit uns nach Indien reisen: Aromatische Gewürze sind die Basis vieler indischer Speisen.

„Abwechslung ist die Würze des Lebens“

Indisches Sprichwort

Die Zeit, in denen der Deutsche nur mit Salz und Pfeffer würzte, ist seit den 60er Jahren vorbei. Längst haben exotische Gewürze ihren Weg in unsere heimischen Küchen gefunden. 550 Gramm Gewürze verbraucht der Deutsche im Jahr, weitaus weniger als ein Inder. Das ist nicht verwunderlich, denn in Indien werden für ein Gericht mit Leichtigkeit mehr als zehn verschiedene Gewürze genutzt.

Die ätherischen Öle und bestimmte Wirkstoffe in Gewürzen können eine heilende Wirkung haben. Dies ist auch Bestandteil der ayurvedischen Lehre. Ein paar dieser indischen Gewürze und deren gesundheitliche Wirkung möchten wir Ihnen hier vorstellen.

Bunte Gewürzvielfalt auf einem Markstand in Goa
Bunter Gewürze auf einem Markt in Goa, Indien

Kurkuma

Kurkuma, auch als Gelbwurz bekannt, ist ein Ingwergewächs und verleiht in getrockneter Form dem Currypulver seine typische Farbe. Als Ersatz für Safran wird Kurkuma auch gerne Reis beigemischt. Nicht nur in der ayurvedischen Behandlung findet Kurkuma seit jeher seine Anwendung als heilendes Gewürz. Auch belegen neueste wissenschaftliche Studien, dass Kurkuma gesundheitsfördernde Wirkung aufweist und gegen Krankheiten helfen kann. Seine stark entzündungshemmende und antioxidative Wirkung soll unter anderem rheumatischen Beschwerden vorbeugen.

Koriander

Wer könnte sich die asiatische Küche ohne Koriander vorstellen? In gemahlener Form oder als frisches Kraut darf Koriander als eines der weltweit ältesten Gewürzkräuter auch in der indischen Küche nicht fehlen. In vielen Ländern der Erde wird Koriander als Heilpflanze kultiviert. Ähnlich wie Kurkuma hat auch Koriander eine entzündungshemmende und entgiftende Wirkung. Vor allem bei Magen- Darm- Beschwerden kann Koriander helfen. Übrigens ist Koriander in Deutschland schon seit dem Mittelalter bekannt und fand dank der Klostergärten seinen Weg in mittelalterliche Speisen. Warum fügen Sie nicht einfach ein wenig zerkleinerten Koriander in Ihre nächste Gemüsesuppe?

Gewürze der Küche Südindiens
Auf Indienreisen in den Süden dürfen Sie sich auf eine besonders aromatische und würzige Küche freuen

Currypulver

Die Gewürzmischung Curry variiert in ihrer Zusammensetzung und besitzt daher je nach Mischung eine ganz einzigartige Geschmacksnote. Die Basisgewürze für Currypulver sind oftmals:

  • Kurkuma
  • Ingwer
  • Schwarzer Pfeffer
  • Koriander
  • Kreuzkümmel
  • Bockshornklee
  • Piment
  • Paprikapulver

In Indien gibt es mindestens so viele verschiedene Currymischungen (Masalas) wie es Gerichte gibt. Denn in indischen Haushalten wird nicht auf fertiges Currypulver zurückgegriffen, sondern für jedes Gericht eine eigene Mischung angesetzt.

Senfkörner

Schon in der Antike war man sich über die positiven Eigenschaften von Senfkörnern bewusst. Die bitteren und scharfen schwarzen Senfkörner werden auch heute noch gerne zum Braten, Marinieren und Kochen verwendet, wohingegen die weißen Senfkörner zum Einlegen genutzt werden. Vor allem das Senföl im Senfkorn macht dieses Gewürz so gesund, denn dieses hat eine entzündungshemmende und durchblutungsfördernde Wirkung. Neben einem verdauungsfördernden und appetitanregenden Effekt sollen die im Senf enthaltenden Wirkstoffe auch vor krebserregenden Stoffen schützen. In Indien werden Senfkörner gerne für Dhals und Kartoffelspeisen verwendet.

Kreuzkümmel

Kreuzkümmel, auch Cumin genannt, wird in Indien gerne in Curry Mischungen (Garam Masalas) beigemischt. Der in Deutschland bekannte Kümmel ist geschmacklich ausgeprägter als sein indischer Verwandter. Schon die alten Römer wussten um die Heilwirkung des Kreuzkümmels und nutzten ihn dementsprechend zum Beispiel um die Verdauung zu fördern. In der indischen Ayurveda Lehre wird Kreuzkümmel gerne wegen seiner Blut reinigenden Wirkung eingesetzt. Probieren Sie Kreuzkümmel kurz in Öl angeröstet zum Beispiel im Rote Beete Salat.

Kein Indien Urlaub ohne Chai: Gewürze für den berühmten indischen Tee
Gewürze machen den beliebten Chai Tee so unverwechselbar aromatisch und belebend

Wie bei so vielem im Leben sind auch bei exotischen Heilgewürzen der richtige Umgang und das korrekte Mischverhältnis wichtig, um keine Nebenwirkungen hervorzurufen. Ein Beispiel ist die Muskatnuss, diese kann schon bei einem Konsum von 5 Gramm Vergiftungserscheinungen hervorrufen. Informieren Sie sich deshalb vorab und achten Sie auf die richtigen Mengen.

Übrigens, um die volle heilende Kraft von Gewürzen zu nutzen, sollten Sie nach Möglichkeit keine Gewürzpulver kaufen, sondern ganze Samen oder getrockneten Gewürze. Denn ansonsten sind die ätherischen Öle bereits verflogen.

Wussten Sie, dass Indien mit 4,4 Millionen Tonnen der weltweit größte Gewürzproduzent ist? In der Antike war Kochi in Kerala der Dreh- und Angelpunkt für den Gewürzhandel in Indien. Noch heute werden dort neben Tee und Kaffee eine große Bandbreite an Gewürzen angebaut, vor allem Pfeffer. Wenn Sie hautnah das Gewürzparadies Indien erleben wollen, empfehlen wir Ihnen eine Reise nach Kerala in Südindien.

Vielleicht kochen Sie bereits mit einigen der hier vorgestellten Gewürzen und können sich ein Leben ohne diese Gewürzvielfalt nicht vorstellen. Wir freuen uns, wenn Sie Ihre persönlichen würzigen Geschichten oder Rezepte mit uns teilen.

Wenn Sie die würzige Vielfalt Indiens selbst schmecken möchten, kontaktieren Sie unsere Indien Spezialisten und lassen Sie sich beraten. Wir planen Ihre individuelle Gourmetreise!

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