Boil it, cook it, peel it or forget it: Gesundheit auf Indisch

Das Leben in Indien ist kunterbunt und vielfältig, an vielen Plätzen und Stellen tummelt es sich, immerfort wächst und gedeiht es so emsig in diesem warm-feuchten Klima – gerne auch auf mikroskopischer Ebene. Die hygienischen Standards an vielen öffentlichen Orten des Landes sind ungewohnt für viele Reisende, und oft herrscht im Vorfeld Unsicherheit darüber, welche Impfungen, medizinischen Vorkehrungen und Hygieneregeln für eine Indienreise zu beachten sind. Wir möchten an dieser Stelle die wichtigsten Tipps für eine unbeschwerte Indienreise zusammenstellen.

Der Impfpass: Ein guter Begleiter

Grundsätzlich sollten Ihre Standardimpfungen dem aktuellen Impfkalender des Robert-Koch-Institutes entsprechen. Es empfiehlt sich, den Impfpass rechtzeitig (am besten einen Monat vor der Abreise) zu überprüfen und gegebenenfalls zu vervollständigen. Dazu zählen die Impfungen gegen Tetanus, Polio, Diphtherie, Pertussis (Keuchhusten), Masern, Mumps, Röteln, Influenza (Grippe) und Pneumokokken.

Der Umfang der Reiseimpfungen hängt von vielen Faktoren ab, wie z.B. Ihrem genauen Reisegebiet, der Unterkunft und der Jahreszeit. Das Auswärtige Amt empfiehlt bei reinen Städtereisen in Indien aber generell eine Reiseimpfung gegen Hepatitis A und Typhus. Doch schon bei Ausflügen aufs Land, Camping und Reisen ins Landesinnere ist zusätzlich eine Impfung gegen Hepatitis B, Tollwut, Japanische Encephalitis und Meningokokken sinnvoll. Cholera tritt in Indien zwar gelegentlich auf, stellt jedoch bei Beachtung grundlegender Hygieneregeln keine Bedrohung für Sie dar, und eine Impfung wird nicht generell empfohlen.

Einreisevorschriften:

Bei einer direkten Einreise aus Europa sind keine Impfungen gesetzlich verpflichtet. Doch bei Einreise aus einem Land, das laut WHO zu den Gelbfieber-Endemiegebieten zählt (vor allem die tropischen Gebiete Äquatorialafrikas und Mittelamerikas, doch gelegentlich auch Südafrika), wird eine Impfbescheinigung gegen Gelbfieber verlangt. Anerkannt wird diese auch dann, wenn die Impfung mehr als 10 Jahre zurückliegt. Eine Auffrischimpfung wird auch von der WHO nicht mehr empfohlen. Bei Einreise aus Ländern, die zum Polio-Endemiegebiet gehören (Nigeria, Pakistan und Afghanistan) sowie Ländern, in denen Polioviren zirkulieren (Äthiopien, Kenia, Somalia und Syrien) muss der Nachweis einer oralen Polioimpfung (OPV) vorgelegt werden, der nicht älter als ein Jahr, aber nicht jünger als sechs Wochen sein darf. Dieser Nachweis sollte WHO-Standard entsprechen.

Stechmücken

Indien ist nicht nur bei Reisenden beliebt, sondern auch bei verschiedenen Stechmückenfamilien. Zwar ist die Möglichkeit einer Impfung gegen die meisten von Mücken übertragbaren Krankheiten nicht gegeben, doch ist die Wahrscheinlichkeit einer Ansteckung gering! Hier kommt es auf Ihren konsequenten Mückenschutz an: tragen Sie lange, helle, imprägnierte und stichfeste Kleidung. Reiben Sie insbesondere freiliegende Hautpartien regelmäßig mit DEET- oder Icaridin-haltigem Mückenschutzmittel ein. Benutzen Sie, soweit es geht, Moskitonetze und Fliegengitter. Beherzigen Sie diese Regeln aufgrund der unterschiedlichen Tages- und Nachtaktivität der Mücken auch dementsprechend rund um die Uhr, und insbesondere während und nach der Regenzeit – so werden Sie bestimmt Ihre Ruhe haben.

Munnar Tee-Plantage während des Monsuns im indischen Kerala
Munnar Tee-Plantage während des Monsuns im indischen Kerala

Hygieneregeln

Das beliebte Motto „Boil it, cook it, peel it or forget it“ (Koche es, brate es, schäle es oder vergiss es) wird auch unter Indienurlaubern gerne gehandelt, um Durchfallerkrankungen weitestgehend vorzubeugen. Leitungswasser sollte grundsätzlich nicht ungefiltert und ungekocht konsumiert oder mit Lebensmitteln in Kontakt gebracht werden. Eiswürfel sind zu meiden. Greifen Sie am besten auf originalverpacktes Mineralwasser zurück, auch zum Zähneputzen. Waschen und desinfizieren Sie regelmäßig Ihre Hände, benutzen Sie unterwegs keine benutzten Handtücher zum Abtrocknen und führen Sie eine gut ausgestattete Reiseapotheke mit sich.

Bei Berücksichtigung dieser Regeln steht Ihrem unbeschwerten Urlaub in Indien nichts mehr im Weg. Dennoch sei gesagt, dass dieser Leitfaden natürlich keine ärztliche Beratung ersetzen kann und wir daher keine Gewähr übernehmen dürfen.

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