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Glücklich gestrandet in Rio

Wir sind sauer.
Hundemüde.
Mit den Nerven am Ende.
Unser Plan war so perfekt. Schön. Vielversprechend. So viele Stunden haben wir damit verbracht ihn zu perfektionieren.
Und jetzt?
Alles im Eimer.
Was ist passiert?

Wir stehen zum wiederholten Mal am Schalter am Internationalen Flughafen von Rio de Janeiro und nichts geht. Dabei wollten wir doch nur einen Flug von Rio de Janeiro nach Lima in Peru buchen. Das scheint jedoch ein Ding der Unmöglichkeit zu sein. Die Flüge, welche angeboten werden, sind viel zu teuer und diejenigen, die wir im Internet recherchiert haben, können wir nicht buchen, da wir nach zwei Tagen in Rio de Janeiro schon die erste Kreditkarte sperren lassen mussten. Betrugsverdacht. Na super!

Der Plan nach Lima zu fliegen, weiter nach Bolivien und dann nach Argentinien zu reisen ist in ungreifbare Ferne gerückt.
Wie soll es bloß weitergehen?
Zurück in unserem kleinen, schnuckligen Hotel, überlegen wir uns, wie es weitergehen soll.
Sollen wir unseren ganzen Plan über den Haufen werfen?
Oder sollen wir erneut zum Flughafen fahren und unser Glück versuchen?
Wir entscheiden uns für einen Mix aus beidem und sitzen kurze Zeit später wieder im Taxi Richtung Flughafen. Dieses Mal werden wir nicht darauf pochen, einen Flug nach Peru oder Bolivien zu kriegen, sondern wir werden einfach schauen, was die möglichen Optionen sind.
Reisen ohne Plan. So nennt man das.
Eigentlich hätten wir es ja wissen müssen. Schließlich haben wir schon zig Mal gelesen, dass man eine Reise nicht groß planen sollte, sondern einfach vor Ort schauen muss, wo es als nächstes hingeht.
Naja, immerhin, für unseren nächsten Trip werden wir schlauer sein.
Wir klappern verschiedenste Flugairlines ab und lassen uns beraten. Welcher Flug geht wann wohin? Was kostet das Ganze? Und so weiter und so fort.
Das keiner der Angestellten Englisch oder wenigsten Spanisch spricht, erleichtert unser Unterfangen nicht wirklich – dachten wir doch, ein paar Monate nach der Fußball-WM und an einem internationalen Flughafen sollte wenigstens das kein Problem sein.
Nach einigem hin und her – und nachdem extra ein Mitarbeiter aufgeboten wurde, um uns in Englisch zu beraten – entschliessen wir uns, einen Flug nach Buenos Aires zu buchen.

Das Flugzeug wird jedoch erst in einigen Tagen abheben, was uns aber ganz gut in den Kram passt. Schließlich wollen wir uns Rio de Janeiro trotz des holprigen Starts noch anschauen und einige entspannte Tage am Strand genießen.
Endlich läuft alles wie am Schnürchen. Dachten wir…
Was passiert, wenn du die Orientierung verlierst…
Kennst du die Sorte Mensch, die planlos umherläuft?
Die etwas verloren aussieht?
Hilflos?
Falls nicht; Jetzt kennst du zwei solche Artgenossen. Uns.

Unser Orientierungssinn ist eigentlich gut. Wenn nicht sogar sehr gut. Doch in Rio hat er in den ersten Tagen kläglich versagt.
Nachdem wir endlich unseren Flug gebucht hatten, waren wir voller Tatendrang. Endlich konnten wir uns die Stadt ansehen und mussten uns nicht mehr an unterkühlten Flughäfen die Beine in den Bauch stehen.
Gesagt, getan. Nichts wie rein in die nächste U-Bahn und ab in die Stadtmitte.
Von hier aus starteten wir unsere Sightseeing-Tour.
Gerade aus. Um eine Ecke. Um noch eine. Und dann wieder Links. Und dann gleich wieder rechts.
Ja, du ahnst es. So verwirrt, wie du dich nach dieser Wegbeschreibung fühlst, so waren wir es auch. Vor lauter Staunen hatten wir ganz vergessen uns den Rückweg zu merken. Unsere Füsse hatten uns bereits kreuz und quer durch die Stadt geführt. Irgendwo ins Nirgendwo.
In jeder anderen Großstadt wäre dies wohl kein Problem, denn du könntest einfach in der nächsten U-Bahn-Station wieder in den Zug einsteigen.
Rio hat aber nur eine wirkliche U-Bahn Linie, welche auf der Karte ziemlich gerade von oben bis unten verläuft. Links und rechts ist da nicht viel.

Doch, da vorne!
Rettung naht!
Das große gelbe M.
Neben Fast-Food verspricht dieses ein öffentliches Wifi, mit dem wir unserem Umhergeirre ein Ende setzen können.
Endlich läuft’s – wirklich!

Nach diesem ereignisreichen Tag, freuen wir uns auf unser Zuhause. Ja, für uns ist unser Hotel (Santa Clara) schon zu einem kleinen Zuhause geworden. Obwohl. Hotel ist wohl etwas übertrieben. Ein Haus mit wenigen Zimmern trifft es da wohl eher. Versteckt in einer Seitengasse, doch nur wenige Gehminuten von der berühmten Copacabana entfernt, haben wir dieses Juwel gefunden. Geführt von einer netten Familie. Von den Kindern bis zur Großmutter.
Genau diese Familie ist es auch, die uns eine Tagestour durch Rio empfiehlt, die wir dankend buchen. Wir sind eigentlich keine Fans von geführten Stadttouren. In Rio sind jedoch einige Sehenswürdigkeiten nur schwer oder mit einem großen Zeitaufwand zu erreichen, weshalb wir uns für die empfohlene Tour entschieden haben.
An einem Tag sehen wir so diverse Kirchen, das Fußballstadion Maracanã, den berühmten Corcovado von Rio de Janeiro – der über die ganze Stadt wacht – und besteigen den Zuckerhut. Okay. Besteigen war übertrieben. Wir haben die Seilbahn genommen.
Doch der Ausflug auf den Zuckerhut hat sich mehr als gelohnt, auch wenn er als absoluter Touri-Ort gilt. Für uns war dies eines der Highlights. Besonders die kleinen, freilebenden Affen haben es uns angetan. Neugierig schauen sie hinter den Ästen hervor und sausen sogleich wieder ab, wenn man sich ihnen nähert.

Wusstest du, dass Rio de Janeiro den blauesten Himmel der Welt hat?

Ja, das ist wirklich so.
Und genau diesen blauen Himmel und allgemein das fantastische Wetter wollen wir nach unseren beiden Sightseeing-Tagen natürlich auch geniessen.
Endlich die Seele baumeln lassen und auf der faulen Haut liegen.
Wie lange, denkst du, ist die Copacabana?
Wir verraten es dir. Vier Kilometer.
Vier Kilometer wunderschönste Kulisse, die dazu einlädt, ausgiebige Spaziergänge zu unternehmen.

Blauer Himmel. Blaues Wasser. Feiner Sandstrand und Kokosnüsse für nicht einmal einen Euro. Was will man mehr. Vielleicht jemanden, der einem sagt, dass einem nach der fünften Kokosnuss langsam schlecht werden könnte? 😉
Doch es soll noch einen schöneren Strand geben. Weisst du, welcher das sein soll?
Ipanema. Ipanema ist vor allem für sein noch schöneres Wasser und die fantastischen Sonnenuntergänge berühmt. Von der Copacabana aus kannst du ihn zudem ganz einfach zu Fuß erreichen.

Am besten machst du Halt am Pedra do Arpoador. Von hier kannst du den ganzen Ipanema-Strand von einer kleinen Anhöhe aus überblicken und wunderschöne Fotos schiessen. Allerdings kann es hier am Abend ziemlich voll werden. Sichere dir darum schon früh deinen perfekten Platz für den Sonnenuntergang.
Mit dieser Aussicht endet auch unser letzter Tag in Rio de Janeiro. Morgenfrüh geht unser Flieger nach Buenos Aires. Einen schöneren Abschluss hätten wir uns gar nicht erträumen können. Alle anfänglichen Strapazen sind vergessen und wir können es kaum erwarten, diese wundervolle Stadt erneut zu besuchen.

Weitere Reiseberichte und Reisetipps von Michelle und Andrea hier:

weltastronauten.com

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