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Nachhaltig Reisen FAQs – oder die unangenehmsten Fragen

Wir haben nichts gegen unangenehme Fragen. Im Gegenteil: Wir sind froh darüber. Nur, wenn wir die Dinge ständig hinterfragen, können wir uns als nachhaltiger Reiseveranstalter auch kontinuierlich verbessern und weiterentwickeln.

Ihre Frage ist nicht bei unseren FAQs dabei? Dann fragen Sie Ihren Reiseberater oder stellen Sie sie uns per E-Mail: responsibletravel@enchantingtravels.com.

Ist nachhaltiges Reisen nur eine Marketingstrategie von Enchanting Travels oder tut Ihr tatsächlich etwas für den grünen Tourismus?

Eine berechtigte Frage. Bei der ganzen Greenwash-Show da draußen ist es gar nicht so abwegig, unsere grüne Enchanting Travels-Strategie nur für eine reine Werbemaßnahme zu halten, um uns an die Trends der Reiseindustrie anzupassen.

Legen wir die Karten auf den Tisch: Wir waren schon immer ein nachhaltiger Reiseveranstalter mit klaren Vorstellungen von dem, wer wir sein wollen. Wir haben nur nie wirklich darüber gesprochen. Wir wollten uns nicht zu weit aus dem Fenster lehnen, hatten Angst, keine guten Lösungen für die ethnischen und ökologischen Herausforderungen des nachhaltigen Tourismus bieten zu können.

Wir haben schon immer großen Wert auf grünen Tourismus gelegt. Sowohl als Arbeitgeber als auch als Entscheidungsträger haben wir uns immer um neue nachhaltige Reiseziele, Unterkünfte und Erlebnisse bemüht. Die besten Beweise für unseren Erfolg: der Aufstieg unserer Firma in den letzten zehn Jahren, Stammgäste, die uns immer wieder bei unseren Abenteuern begleiten und zahlreiche Mitarbeiter, die schon von Anfang an dabei waren und uns bis heute treu geblieben sind.

Nachhaltiges Reisen liegt uns einfach in den Genen. Wir sind nicht perfekt, aber geben unser Bestes.

Mit unseren Worten bringen wir nun sicher eine hitzige Diskussion bei einigen Teammitgliedern über lokale nachhaltige Reiseinitiativen ins Rollen. Und selbstverständlich werden wir auch immer Gäste an Bord haben, die unsere Reiseziele einfach mit anderen Augen sehen als die breite Masse.

Fragen Sie uns, was genau uns zu einem nachhaltigen Reiseveranstalter macht. Wir können es kaum erwarten, Ihnen unser grünes Konzept vorzustellen.

Was bedeutet Nachhaltiges Reisen? Warum nennen wir es nicht einfach nachhaltigen Tourismus?

Nachhaltiges Reisen beschreibt unser Verständnis, ein besseres Unternehmen zu führen. Nachhaltiger Tourismus hingegen klingt für uns vielmehr nach den ethnischen und ökologischen Werten von Nachhaltigkeit.

Nachhaltiges Reisen soll ein Ziel aber nicht nur aus ökologischer und ethnischer Sicht verbessern. Es soll ein Ziel gleich in mehreren Faktoren zum Besseren verändern. Wie zum Beispiel in sozialen und gesellschaftlichen Aspekten.
Im Gegensatz zum nachhaltigen Tourismus, der sich auf nur ein Kriterium konzentriert, meint nachhaltiges Reisen auch tiefgreifende Unternehmenswerte, die uns seit unserer Firmengründung begleiten wie Unternehmenserfolg, kulturelles Erbe, einheimische Gemeinschaften und ihre Traditionen, Schaffung von Wohlstand, Lebensunterhalt, Aufstiegsmöglichkeiten und einen guten Umgang mit Mitarbeitern.

Unserer Meinung nach soll guter nachhaltiger Tourismus die Einheimischen in die Entscheidungsfindung mit einbeziehen. Die Tourismusbranche wird schließlich immer Einfluss haben. Auf zusätzliche Infrastrukturvorhaben zum Beispiel soll sich die Reisebranche auswirken. Zwar soll die Infrastruktur den Besucher entlasten, einige Gebiete aber müssen den Einheimischen vorbehalten bleiben.

Was hat Enchanting Travels, was andere “nachhaltige” Reiseveranstalter nicht haben?

Nachhaltiges Reisen ist kein Wettbewerb. Es geht nicht darum, nachhaltiger zu sein als andere Firmen. Wir wollen einfach offen mit unseren nachhaltigen Bemühungen umgehen, da wir häufig nach unserer Einstellung gefragt werden. Manche Firmen engagieren sich mehr, manche weniger. Wenn es nach uns geht, soll die Reisebranche generell mehr auf grünen Tourismus achten. Jedes Unternehmen soll mit seiner einflussreichen Position etwas Gutes bewirken. Wir von Enchanting Travels sind Experten für maßgeschneiderte Individualreisen. Andere Anbieter hingegen dürfen sich Experten für Gruppenreisen, Strandurlaub oder Extreme Adventure-Touren nennen. Die Branche ist so vielseitig. Hier findet jeder seinen Platz.

Wie wählt Ihr Eure Ziele und Aktivitäten aus?

Bis 2018 gab es keine expliziten Nachhaltigkeitskriterien. Ein Problem war das für uns aber nie. Nachhaltigkeit hat uns schon immer gelegen.

Wir richten uns nach unserer Unternehmensphilosophie, Anfragen von Gästen und unseren persönlichen Erfahrungen vor Ort.

Unsere Partner haben wir immer schon mit Bedacht ausgewählt. Infrage kommen nur Anbieter, die sich wahrhaftig für die Umwelt und Gemeinschaften einsetzen und Leidenschaft für ihr Reiseziel mitbringen.

Und diese Mühe zahlt sich aus. Im Laufe der Zeit konnten wir mit unserer umsichtigen Partnerwahl erfolgreich Unterkünfte und Aktivitäten umgehen, die nur Profit machen wollen und dem Reiseziel damit schaden könnten.

erfahren sie mehr über unsere nachhaltigen Partner

Wie wählt Ihr Eure Partner aus?

Wir haben unser eigenes Evaluationssystem entwickelt, das bei unserer Partnerwahl auf verschiedene Faktoren achtet wie das Feedback von Gästen, die Arbeitserleichterung, Nachhaltigkeit, Übereinstimmung mit unseren Werten und unserer Unternehmensphilosophie sowie unabhängige Akkreditierungen und Auszeichnungen.

Erfahren Sie mehr über unsere Partner- und Produktwahl und wie unser Evaluationssystem unsere Entscheidungsfindung beeinflusst. Unsere Kriterien zur Nachhaltigkeitsbestimmung klären Sie auf.

Wie vergewissert Ihr Euch, ob eine Öko-Lodge oder ein Hotel wirklich nachhaltig ist?

Wir haben unsere Unterkünfte schon immer selbst auf ihre Nachhaltigkeit geprüft und ein ausgeklügeltes System zur permanenten Bewertung und Analyse von Feedback entwickelt.

Sollte unsere Partnerunterkunft unseren hohen Anforderungen nicht vollends gerecht werden, stellen wir die Zusammenarbeit ein oder ändern unsere Beschreibungen entsprechend ab.

Machen Sie sich selbst ein Bild. Einen Auszug von unseren nachhaltigsten Partnerunterkünften haben wir für Sie hier zusammengestellt.

Bietet Ihr auch Ausflüge in Slums oder Townships an? Ist das moralisch vertretbar?

Ausflüge in stark verarmte Gegenden wie die indischen Slums, die südamerikanischen Favelas oder die südafrikanischen Townships sind eine Grauzone.

Auf Wunsch unserer Gäste ermöglichen wir den gewünschten Besuch und versorgen sie zuvor mit reichlich Informationsmaterial, um sie bestens auf die neue Erfahrung vorzubereiten. So wissen unsere Gäste, was sie zu erwarten haben und wie sie Fettnäpfchen vermeiden.

Wenn wir diese außergewöhnlichen Erfahrungen in Ihre Reise integrieren, arbeiten wir immer mit Partnern zusammen, die selbst in den lokalen Gemeinschaften verankert sind. Sie brauchen den Respekt und die Erlaubnis ihrer Mitmenschen, um als Guides akzeptiert zu werden.

Wir beschränken die Besucher auf kleine Gruppen. Am liebsten veranstalten wir private Führungen mit maximal zwei Personen.

In arme Nachbarschaften einzutauchen ist für uns keinesfalls verpönt oder respektlos. Im Gegenteil: Es ist ein Weg, sein Mitgefühl auszudrücken und besondere Bindungen zu Menschen einzugehen, die man sonst vielleicht nie getroffen hätte. Dennoch ist es unangebracht, die Menschen aktiv zu bemitleiden. Um solch unangenehme Erfahrungen zu vermeiden, machen wir unsere Besuche am liebsten mit besonders aufmerksamen und feinfühligen Gästen.

Zugleich erinnern wir Sie immer wieder daran, dass diese Menschen hier zu Hause sind. Versuchen Sie sich in Ihre Lage zu versetzen! Wie würden Sie sich fühlen, wenn andere Menschen Ihren Lebensraum betreten, Ihre Privatsphäre zu Gesicht bekommen?

Von Fotos raten wir Ihnen ab – außer Ihr Gastgeber oder die Einheimischen haben Sie darum gebeten oder Ihnen Ihre Erlaubnis dazu gegeben.

Wir nehmen diese besonderen Erfahrungen nur in die Reiseroute mit auf, wenn sie einen direkten und positiven Beitrag für die Gemeinschaft bedeuten und ihren Lebensunterhalt sichern.

Wenn Sie Ihren Guide für seinen Einsatz bezahlen möchten, geht das natürlich in Ordnung. Bei den Einheimischen aber sieht es anders aus. Ihre Spende ist zwar eine nette Geste, kann die Menschen jedoch in eine unerwünschte Abhängigkeit bringen.

Auf Großzügigkeiten müssen Sie deshalb aber nicht verzichten. Sie können die Menschen auch anderweitig unterstützen. Durch eine Spende an eine lokale Non-Profit-Organisation zum Beispiel. Selbstverständlich können Sie den Einheimischen aber auch ihre Waren abkaufen und damit zu ihrem Lebensunterhalt beitragen.

Ist es okay, arme Menschen zu fotografieren?

Wollen wir jemanden fotografieren, brauchen wir in den meisten Ländern inzwischen ihr schriftliches Einverständnis. In vielen Entwicklungsländern aber nehmen es die wenigsten Besucher mit den Vorschriften so genau. Wenn sie Einheimische in der Öffentlichkeit fotografieren, holen sie vorher nur selten ihre Erlaubnis ein.

Mit dem Smartphone in unserer Hosentasche haben wir uns zu einer Generation von Selfies und digitalen Erinnerungen entwickelt. “Spontan statt durchdacht “lautet unsere Devise.

Wenn Sie jemanden fotografieren, sollten Sie stets den Zweck des Bildes im Blick haben. Und natürlich, ob die Aufnahme auf gegenseitigem Respekt und Vertrauen basiert. Dringen Sie damit in jemandes Privatsphäre ein? Könnten Sie jemanden damit zu nahe treten?

Unsere Empfehlung: Bitten Sie die Person, die Sie gerne fotografieren möchten, immer zuvor um Erlaubnis, zumindest mündlich. Ihr Guide kann Ihnen als Dolmetscher zur Seite stehen.

Vielleicht möchten Sie Ihre Fotos gerne mit den Menschen teilen, wie wir es bei unserer Partnerschaft mit der Memory Foundation getan haben. Manchmal ist das Teilen ganz einfach: Wenn Sie der Gemeinschaft zum Beispiel Ihre Bilder auf dem Display Ihrer Digitalkamera zeigen. Vielleicht möchten Sie aber noch einen Schritt weiter gehen und wie viele unserer Gäste Ihre Daten austauschen. Zu Hause angekommen können Sie die Fotos dann per Post oder E-Mail verschicken. Für Sie mag das eine kleine Geste sein, für den Empfänger aber ist es oft eine große Sache. Vielleicht ist es für jemanden sogar das erste eigene Selbstporträt.

Einige sind stolz, ihre Kultur mit Ihnen zu teilen, andere nicht. Umso wichtiger ist es, die Entscheidung des anderen zu respektieren und nichts zu erzwingen. Lassen Sie sich bei einem Nein nichts anmerken und gehen Sie weiterhin ganz normal mit den Menschen um. So wie Sie es bei einem Freund tun würden.

Stellen Sie sich nur einmal vor, wir würden Ihre Kinder fotografieren, ohne zuvor Ihre Erlaubnis einzuholen.

Fragen Sie sich aber auch, ob Sie dieses Kunstwerk unbedingt brauchen. Vielleicht gibt es Ihr Wunschmotiv schon als professionelles Foto. Ein Beispiel: Sie wünschen sich ein Foto von einem kleinen lächelnden Schulmädchen. Gut möglich, dass es das Motiv schon auf einer Postkarte in einem einheimischen Laden zu kaufen gibt. So schlagen Sie gleich zwei Fliegen mit einer Klappe: Sie bekommen ein professionelles Bild und besseren das Einkommen der Gemeinschaft mit Ihrer Investition auf.

Was haltet Ihr von Tierreiten? Bietet Ihr es an?

Aktivitäten mit Tieren sind ein ewiger Streitpunkt. Für uns persönlich gilt es erst einmal, zwischen zahmen und wilden Tieren zu unterscheiden.

Was Tierreiten angeht, so hängt unsere Einstellung ganz vom Reiseziel und den spezifischen Gegebenheiten ab.

Unsere Faustregel: Organisationen, die wilde Tiere aus Profitgier zähmen oder sie ausbeuten oder ihnen gar Schaden zufügen, lehnen wir kategorisch ab.

Pferdereiten erfreut sich in Argentinien und Chile großer Beliebtheit und ist fester Bestandteil ihrer Kultur. Deshalb können wir diese Aktivität auch guten Gewissens anbieten. Was uns ebenfalls überzeugt: Bei unseren Partnern vor Ort befinden sich die Pferde in den besten Händen.

Erfahren Sie mehr über unseren Umgang mit Wildtieren. Unsere Rubrik Das “wild” in “Wildnis” schützen gibt Ihnen einen guten Überblick.

Darf man Elefanten schmücken?

Elefanten schmücken ist seit Jahrhunderten fest in die asiatische Kultur integriert. Gerade, wenn Königsfiguren ihrer Machtstellung bei öffentlichen Paraden und Festivals auf dem Rücken eines hochgewachsenen Elefanten Ausdruck verleihen, ist Elefantenschmuck äußerst beliebt. Liebend gern schmücken sich die Herrscher mit der Stärke und Macht der sanftmütigen Riesen.

Elefanten werden als heilige Kreaturen verehrt. Nicht selten verkörpern die Dickhäuter sogar Götter wie etwa der hinduistische Elefantengott Ganesha.

Mit großer Wahrscheinlichkeit werden Sie geschmückte Elefanten bei indischen Festivals zu Gesicht bekommen. Es gehört einfach zur Kultur dazu.

Mittlerweile werden Elefanten aber auch oft nur zur Belustigung von Touristen geschmückt. Unserer Meinung nach muss jeder selbst entscheiden, ob die Dekoration angebracht ist oder nicht.

Was haltet Ihr von kulturellen Festen, die der Umwelt zur Last fallen?

Gut zu wissen: Die meisten kulturellen Feste weltweit sollen ursprünglich das schöne Leben feiern. Dafür greifen sie auf religiöse Kulte, Erntezeiten, die Jahreszeiten oder die unberührte Schönheit der Erde zurück. Gelegentlich werden sie sogar als eine Form von Erziehungsmethode verstanden, um Moralvorstellungen der Gesellschaft spielerisch mit Geschichten und Aufführungen näherzubringen. Ursprünglich waren die meisten Festivals damit als besonders natürlich und umweltfreundlich gedacht, als Hommage an die Natur.

Bis heute kommen bunte Blumen und Früchte als Symbole und Dekoration bei Festivals zum Einsatz.

Da sich die Welt aber ständig im Wandel befindet, verlieren viele Feste ihren kulturellen Ursprung und fallen der Umwelt zur Last. Dabei kennt die Umweltbelastung viele Gesichter. Von Lärmbelästigung über Vermüllung bis hin zur überreizten Verkehrslage aufgrund der Menschenmassen, die sich die Feier nicht entgehen lassen wollen (ausländische Besucher mit eingeschlossen).

Sehen wir uns ein paar Beispiele an: Diwali, das indische Festival of Lights etwa hat kürzlich für Furore gesorgt. Da in den Nachbarschaften tausende Feuerwerkskörper gezündet wurden, gab es Proteste gegen die Lärmbelästigung, Luftverschmutzung und das Verletzungsrisiko. Ähnliche Szenen spielten sich beim berühmten Holi Festival ab, dem Festival of Color. Die künstlichen Farben, achtlos auf die Straßen versprüht, stießen auf großen Unmut. Noch Monate später sind die hässlichen Graffiti zu sehen und verschlingen bei ihrer Entfernung Unmengen von Wasser, die an anderer Stelle sicher dringender benötigt werden.

Einheimische Umweltschutzgruppen sowie einzelne Aktivisten setzen sich mittlerweile verstärkt für einen bedachten Umgang mit natürlichen Rohstoffen ein. Zugleich wird die junge Generation in den lokalen Schulen besser für Nachhaltigkeit und ein umsichtiges Miteinander ausgebildet.

Jedes Festival hat seine ganz eigenen kulturellen und sozialen Bedeutungen. Nicht ohne Grund empfehlen wir vor jedem Festivalbesuch eine kleine Recherche. Egal ob Sie sich selbst informieren oder unser Team um Auskunft bitten – bemühen Sie sich aktiv darum, ein nachhaltiger Festivalbesucher zu werden. Und wer weiß: Vielleicht setzen Sie ja sogar Ihr eigenes nachhaltiges Denkmal.

Kann ich Schulen besuchen und die Kinder kennenlernen?

An einigen unserer Reiseziele können wir tatsächlich Schulbesuche arrangieren, bei denen Sie die Schüler persönlich kennenlernen dürfen.

Gäste, die den Kindern einen Mehrwert bieten können, sind uns herzlich willkommen. Mit Mehrwert meinen wir zum Beispiel einen inspirierenden Vortrag oder Unterricht in einer bestimmten Klasse. Am liebsten organisieren wir die außergewöhnlichen Besuche für Lehrer, die sich für verschiedene Lehrmethoden interessieren.

Einen Schulbesuch garantieren können wir Ihnen aber nicht: Selbstverständlich brauchen wir zuvor die Erlaubnis der Schule und die Gewissheit, dass wir dem Hauptziel, dem Unterricht, nicht in die Quere kommen. Zugleich hängen Schulbesuche immer von den Ferien und regionalen Feiertagen ab, die von Jahr zu Jahr unterschiedlich ausfallen.

Ist interkulturelle Insensibilität ein Zeichen von verantwortungslosem Tourismus?

Gute Frage!

In unseren Augen ist interkulturelle Insensibilität durchaus als Zeichen von verantwortungslosem Tourismus zu verstehen. Manchmal passiert sie ganz unbewusst. Ein flüchtiger Kommentar oder eine gedankenlose Aktion reichen schon aus. Manchmal aber steckt mehr dahinter als eine kleine Unachtsamkeit. Der Grat zwischen interkultureller Insensibilität und jemanden abwerten ist schmal. Gelegentlich geht es sogar in Richtung Rassismus oder Beleidigung.

Wir von Enchanting Travels wissen, wovon wir sprechen. Unser Team ist so multikulturell und hatte im Laufe der Jahre schon mit den verschiedensten Gästen zu tun. Uns ist bewusst, wie schnell einem versehentlich ein Kommentar oder eine Wertung über eine fremde Kultur über die Lippen rutscht, einfach, weil sie anders ist. Jeder tritt mal in ein Fettnäpfchen. Manchmal sind diese Fettnäpfchen sogar ziemlich witzig.

Wenn Sie aber Ihr Herz nicht auf der Zunge tragen, nachdenken, bevor Sie sprechen und sich in Ihren Gastgeber hineinversetzen, gehen Sie interkultureller Insensibilität meist von selbst aus dem Weg.

Die Art und Weise, wie sie Ihre Gedanken aussprechen oder Fragen stellen, entscheidet, wie Sie bei Ihrem Gegenüber ankommen.

Genauso überzeugt sind wir von der Macht der Klarstellung. Im Zweifel einfach fragen! Wenn Sie sich nicht sicher sind, ob Ihr Handeln oder Ihre Kommentare jemandem zu nahe treten, sprechen Sie Ihre Zweifel einfach aus und fragen Sie um Rat.

Was sagen Sie dazu? Ihre Meinung ist gefragt! Genauso interessiert sind wir an Ihrer Einstellung, ob Tourismus eine Kultur negativ beeinflusst und was man dagegen tun könnte. Auch wir als Reiseanbieter können nicht alles wissen.

Ihr bietet Euren Gästen CO2-Kompensation an. Ist das nicht alles nur Greenwashing?

Wir Menschen werden immer einen ökologischen Fußabdruck hinterlassen. Eines aber können wir tun: sanfter auftreten. Wir müssen uns nur richtig fortbewegen.

Was den CO2-Ausstoß beim Fliegen und die Vorteile von CO2-Kompensation angeht, ist sich unser Team einig: Ein bisschen etwas zu tun ist immer noch besser als gar nichts zu tun. Aber das muss jeder für sich selbst entscheiden.

Wir haben lange und intensiv nach einem Partner gesucht, der viel mehr für die CO2-Kompensation tut als nur Bäume zu pflanzen. Bei Atmosfair haben wir ein sehr gutes Gefühl: Mit ihm an unserer Seite können wir tatsächlich etwas bewirken. Dass er mit einem CDM Gold Siegel ausgezeichnet ist, gibt uns natürlich noch mehr Sicherheit.

Sie wollen mehr über unsere Strategien der CO2-Kompensation herausfinden? Dann können wir Ihnen wärmstens die Lektüre unserer Rubrik klimafreundlich Reisen empfehlen.

Warum gründet Enchanting Travels nicht einfach eine gemeinnützige Stiftung?

Viele Reiseveranstalter hängen ihre großzügigen Spenden oder gemeinnützigen Stiftungen gerne an die große Glocke. Über ihre Motivation aber lässt sich streiten. Manche machen es nur, weil nicht viel dabei ist, es einen guten Eindruck macht oder es ihnen Steuervorteile bringt.

Wir persönlich halten nichts von eigennützigen Spenden oder Stiftungen, von denen das Unternehmen mehr hat als die Notleidenden selbst. Für uns ist es, als ob wir ein Pflaster auf ein Problem kleben, ohne uns vorher die konkrete Ursache für die Wunde anzusehen. Ganz nach dem Motto “die Symptome bekämpfen, nicht die Ursache”.

Den größten Unterschied machen wir unserer Meinung nach nicht mit Wohltätigkeit, sondern mit Business. Das soll nicht heißen, dass wir das Konzept von Wohltätigkeit nicht unterstützen. Ganz im Gegenteil sogar.

Es gibt großartige Non-Profit-Organisationen, die Aufmerksamkeit und Unterstützung verdienen, um ihre Ziele in die Tat umsetzen zu können. Für uns persönlich macht es aber mehr Sinn, ausgebildete Experten vor Ort in ihrem Fachbereich zu unterstützen, anstatt es unnötig kompliziert zu machen und viel zu viele Ressourcen zu verschwenden.

Wir haben viel Zeit und Mühe in lokale gemeinnützige Partnerschaften investiert, die großartige Arbeit an den Reisezielen in unserem Repertoire leisten. Wir unterstützen sie so gut wir können, finanziell wie emotional. Zugleich machen wir unsere Gäste und Kollegen auf ihre Bemühungen und Erfolgsgeschichten aufmerksam.

Erfahren Sie mehr über unsere gemeinnützigen Partnerschaften.

Könnt Ihr Eure Nachhaltigkeit mit Zertifikaten oder Auszeichnungen nachweisen?

Seit unserer Gründung im Jahr 2004 haben wir ständig an einem starken Netzwerk aus glaubwürdigen Partnern gefeilt, die unseren Gästen den versprochenen Reisestandard bieten können und zugleich den Erfolg von Enchanting Travels mitgestalten. Mit diesem Ziel vor Augen wollten wir uns selbst zu einem nachhaltigen Unternehmen entwickeln. So können wir mittlerweile stolz auf so manche Akkreditierung blicken, als kleiner Beweis dafür, dass wir unsere Versprechungen auch halten.

Einige unserer Partner dürfen sich mit besonderen Verdiensten in puncto grüner Tourismus rühmen oder haben direkten Einfluss auf nachhaltige Projekte wie zum Beispiel die Travel Operators for Tigers (TOFT) oder KATO mit Fokus auf nachhaltigen Safari-Touren.

Sind Aktivitäten mit Tieren wie Elefantenwanderungen, Safaris, Tiger Tours oder Whale Watching moralisch vertretbar?

Unsere Angebote sind keine reinen Bauchentscheidungen. Wir wählen sie mit Bedacht aus. Bevor wir eine endgültige Entscheidung fällen, recherchieren wir gründlich, probieren die Aktivität selbst aus und holen die Meinung unserer Gäste dazu ein.

Grundsätzlich sind alle oben genannten Aktivitäten mit Tieren moralisch vertretbar– vorausgesetzt der Veranstalter macht alles richtig. Werden sie mit der richtigen Motivation und am richtigen Ort von einem fürsorglichen Partner ausgeführt, haben wir nichts dagegen einzuwenden. Wir haben unsere Meinung zu bestimmten Angeboten aber auch schon geändert.

Für mehr Informationen lesen Sie bitte unseren Abschnitt Das “wild” in “Wildnis” schützen.

Fließt ein Teil Eurer Einnahmen in Wohltätigkeits- oder Gemeinschaftsprojekte?

Definitiv. Einen genauen Wert können wir Ihnen allerdings nicht nennen – aus gutem Grund. Unsere gesamte Gemeinschaftsarbeit sowie unser gemeinnütziges Engagement vor Ort war schon immer fest in unserer Unternehmensphilosophie verwurzelt. Wir haben unseren Einsatz schon immer lieber in sozialem Handeln als in bedeutungslosen Summen gemessen.

Was, wenn sich Gäste bestimmte Aktivitäten wünschen, die nicht zwangsläufig etwas mit Nachhaltigem Reisen zu tun haben? Lehnt ihr die Anfragen ab?

Als bekennender nachhaltiger Reiseveranstalter gibt es bestimmte Grenzen, die wir nie überschreiten würden. Wir haben zum Beispiel noch nie Jagdaktivitäten angeboten und unsere Fischer-Ausflüge beschränken sich meist auf fangen und freilassen.

Manchmal aber geraten wir in einen Konflikt. Nicht immer lässt sich nachhaltiges Reisen und unser Ziel, einzigartige maßgeschneiderte Individualreisen anzubieten, nahtlos miteinander vereinen. So haben wir gelegentlich auf speziellen Wunsch unserer Gäste, Aktivitäten in unser Repertoire aufgenommen, die nicht auf nachhaltigen Tourismus ausgerichtet waren.

Damit meinen wir etwa mehrere Flüge für ein komfortables Reiseerlebnis, einen Helikopterflug in einen Nationalpark oder Quadfahren in den Sanddünen.

Es wird immer Ausnahmen geben, die nicht zu unserem Standardprogramm gehören und die wir auf besonderen Gästewunsch hin in unsere Reiserouten integrieren. Selbstverständlich betrachten wir die Aktivitäten immer von Fall zu Fall.

Könnt Ihr Ausflüge in Non-Profit-Organisationen organisieren, für die ich mich engagiere, aber noch nie zuvor besucht habe?

Auf jeden Fall. Da Sie mit Enchanting Travels eine maßgeschneiderte Individualreise buchen, können wir gerne Besuche in bestimmten NGOs für Sie arrangieren oder Ihnen zumindest bei der Organisation Ihres Ausflugs behilflich sein.

Neuland ist es für uns definitiv nicht. Schon mehrmals haben für unsere Gäste an verschiedenen Reisezielen Treffen mit NGOs arrangiert. Gelegentlich konnten wir sogar Freiwilligen-Erfahrungen anbieten, aber natürlich nur, wenn Sie zu Gunsten der Organisationen waren.

Was haltet Ihr von Tourismus-Boykott?

Generell stehen wir Tourismus-Boykotts aber eher kritisch gegenüber. Wie viele Beispiele in der Vergangenheit gezeigt haben, hält uns der Boykott nicht selten von bedeutenden Dialogen ab.

Wir sind der Überzeugung: Boykotts tun Einheimischen mehr weh als der Regierung. Viele Bewohner verdienen schließlich mit Tourismus ihren Lebensunterhalt.

Wie steht ihr zu Massentourismus?

Da mehr und mehr Menschen reisen, bekommen wir als nachhaltiger Reiseveranstalter eine neue Pflicht dazu: Wir dürfen nicht zu einem Tourismus beitragen, der sich negativ auf die Einheimischen oder die Umwelt auswirkt. So sensibilisieren wir unsere Mitarbeiter, Partner und Gäste auf nachhaltiges Reisen.

Anstatt überlaufender Touristen-Hotspots bieten wir lieber Ziele an, die den wirtschaftlichen Aufschwung und eine ausgebaute Infrastruktur für einen lebhaften Tourismus gut gebrauchen können.

In unserer Rubrik ausgefallene Reiseziele holen wir gerne weiter für Sie aus.

Haben Sie noch mehr unangenehme Fragen an uns?
Schreiben Sie uns eine E-Mail an: responsibletravel@enchantingtravels.com 
Wir bemühen uns, Ihre Fragen stets offen und ausführlich zu beantworten.

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Persönliche Betreuung steht für uns im Vordergrund! Kontaktieren Sie uns noch heute unverbindlich und kostenfrei.

Enchanting Travels
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