• Autor: Miriam Machnik
  • Gepostet in: Afrika

Sansibar – ein Name so exotisch, als wäre er direkt aus Tausendundeiner Nacht entnommen. Lässt man den Klang langsam auf der Zunge zergehen, werden Bilder von exotischen Märkten und duftenden Gewürzen in bunten Tagträumen lebendig.  Doch die Insel hat eine dunkle Geschichte. Lange war Sansibar für den Handel mit Sklaven aus Ostafrika berüchtigt.

Begleiten Sie uns auf eine Reise durch die bewegte Geschichte Sansibars

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Ein portugisischer Handelsposten

Die Insel Unguja, besser bekannt als Sansibar, bildet zusammen mit den beiden weiteren Inseln Pemba und Unguja den halbautonomen Staat Sansibar in Tansania. Arabische, persische und auch indonesische Siedler kamen bereits um 700 auf die Insel und mischten sich mit der afrikanischen Bevölkerung. Im 15. Jahrhundert errichteten die Portugiesen einen kleinen Handelsposten, der mit der Zeit zu der Stadt Stonetown heranwuchs.

Die Herrschaft der Omaner

1698 übernahmen die Omaner die Herrschaft über die Insel und mit Ihnen begann der Sklaven- und Gewürzhandel zu florieren. Sansibar wurde zum Knotenpunkt des Handels im indischen Ozean und immer mehr arabische und indische Kaufleute ließen sich hier nieder, um ihr Glück im Handel zu suchen. Der arabische Einfluss verstärkte sich noch, als der Sultan Sayyid Said seinen Herrschaftssitz vom Oman nach Sansibar verlegte.

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Der Helgoland-Sansibar Vertrag

Im Jahre 1890 wurde Sansibar zum britischen Protektorat. Die Legende, dass Deutschland die Insel gegen Helgoland tauschte, simmt so übrigens nicht. Das im Volksmund „Helgoland-Sansibar-Vertrag“ genannte Abkommen sollte die Kolonialstreitigkeiten der Länder bereinigen und sichert lediglich die deutsche Anerkennung über die britische Herrschaft. Im 20. Jahrhundert wurde Sansibar, vereint mit der Republik Tanganyika zu dem unabhängigen Staat Tansania zusammengeschlossen.

Stonetown – Das Herzstück der Geschichte Sansibars

Ein Streifzug durch die verwinkelten Gassen Stonetowns ist eine Reise in die Vergangenheit. Während Sie durch die Stand flanieren, können Sie an jeder Ecke die Zeugnisse der bewegten Vergangenheit der Insel bestaunen. Stonetown wurde von der UNESCO für ihren kulturellen Reichtum, ihre Bedeutung als Kontenpunkt im Handel und in der Abschaffung des Sklavenhandels zum Weltkulturerbe ernannt.

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Zeugnisse des Sklavenhandels

Besuchen Sie Eit al-Ajaib, ein im Jahre 1883 als Zeremonienbau errichtetes Haus. Da es in ganz Ostafrika das erste Haus war, das sowohl über einen Aufzug, als auch über fließend Wasser und elektrisches Licht verfügte, war es schnell als das Haus der Wunder bekannt.

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Der Sklavenhandel hat seine Spuren hinterlassen. Ein Besuch auf dem ehemaligen Sklavenmarkt gibt Einblick in das dunkle Kapitel der Geschichte. Während der Tage der Sklaverei wurden täglich Hunderte Sklaven am extra dafür vorgesehenen Markt vorgeführt. Erst durch das Einwirken von David Livingstone wurde die Sklaverei auf der Insel abgeschafft. Auf dem Grundstück des Sklavenmarktes errichtete die britische Regierung eine Kathedrale.

Erinnerungen an eine Prinzessin

Besuchen Sie auch die Ruinen des historischen Mtoni Palastes, der nach seiner malerischen Lage benannt ist – Mtoni bedeutet der Palast am Fluss. Es ist eines der ältesten Bauwerke der Insel und war das Herrschaftshaus des Sultans Sayyid Said. Salme, die Tochter des Sultans, verliebte sich in einen deutschen Kaufmann und folgte ihm nach Hamburg. Ihre Erinnerungen an ihre Jugend in Sansibar beschreibt sie in dem wundervollen Buch Memoiren einer arabischen Prinzessin.

Die unterirdischen Sklaven Verstecke

Ein weiteres Erbe des Sklavenhandels, das allemal einen Besuch lohnt, sind die unterirdischen Slave Chambers. Die aus dem Stein herausgeschlagene Kammer wurde von Mohammed bin Nassor Al-Alwi, einen reichen Sklavenhändler gebaut, um seine Sklaven unterzubringen. Noch heute führt ein kleiner Pfad vom Strand, an dem die Boote Ihre menschliche Fracht verluden, zu dem unterirdischen Versteck. Als der Sklavenhandel offiziell verboten wurde, wurde die Kammer noch mehrere Jahre genutzt um Sklaven, die am Schwarzmarkt weitergehandelt wurden, versteckt zu halten.

Sansibar – Die Gewürzinsel

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Der Handel mit Gewürzen ist ein ebenso wichtiger Bestandteil der Geschichte und floriert noch heute. Aufgrund des feinen Duftes von Zimt, Nelken, exotischen Blüten, Pfeffer und Inger der, wie ein Schleier, über der Insel liegt, wird Sansibar auch die Gewürzinsel genannt. Auf einer Gewürztour können Sie mehr über die aromatischen Schätze der Insel erfahren. Während Sie durch die Plantagen streifen, kommen alle Ihre Sinne zum Einsatz. Besonders spannend ist der Besuch einer Gewürz Destillerie. In riesigen Tanks werden Nelken, Vanille, Pfeffer, Muskat und Zimt zu ätherischen Ölen verarbeitet.

Die alte Tradition der Fischer

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Wer sich für die alten Traditionen der Fischer interessiert, dem empfehlen wir den Besuch des kleine Dorfes Nungwi im Norden der Insel. Hier scheint die Zeit still zu stehen und es scheint, als leben hier die glücklichsten Menschen auf der Welt. Kein Wunder – von hier aus kann man sowohl den Sonnenuntergang als auch den Sonnenaufgang bewundern. Hier werden die Dau Segler auf dem Wasser zu beobachten. Das kleine Fischerdorf zieht Besucher mit seinen bunten Häusern und der tropischer Musik, die durch die schmalen Gassen klingt in seinen Bann.

Lassen auch Sie sich von der natürlichen Schönheit Sansibars einfangen. Die Gewürzinsel ist ein ideales Reiseziel, um sich nach einer Tansania Safari zu erholen und an den weißen Stränden Sonne zu tanken. Das reiche kulturelle Erbe der Insel sorgt dafür, dass ein Aufenthalt hier niemals langweilig wird – Es gibt viel zu entdecken auf Sansibar.

Haben Sie Lust bekommen, die Geschichte Sansibars selbst zu Erkunden. Die Insel ist wunderbar geeignet, um sich dort nach einer Afrika Rundreise zu erholen; oder um dort gleich den ganzen Urlaub zu verbringen. 

Wir helfen Ihnen gerne dabei, Ihre Reise auf die Gewürzinsel zu planen. 

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